Apostel René Follmann feierte am Mittwochabend, dem 22. Oktober 2026, den Gottesdienst mit der Gemeinde Velbert. Im Mittelpunkt der Predigt stand die Botschaft: Gott lädt ein in ein neues Leben – und geht mit uns durch die enge Pforte. Predigtgrundlage war das Bibelwort aus Matthäus 7, Vers 13. Der Ämterkreis wurde durch die Bestätigung eines Diakons verstärkt.
Die Nähe Gottes erleben und Seine Gebote verstehen
Zu Beginn griff Apostel René Follmann den Gedanken des Chorliedes „Meine Seele ist stille zu Gott“ (NAK-Chorbuch 213) auf. Menschen sehnten sich danach, Gott spürbar zu erleben. Wie unterschiedlich solche Begegnungen sein können, zeigten Mose und Elia. Dennoch bleibe Gott ein Mysterium, das sich in Jesus Christus und dem Heiligen Geist so weit offenbare, wie es für unser Heil nötig ist.
In der Bergpredigt habe Jesus die Gebote nicht aufgelöst, sondern ihren tiefen Sinn erklärt: Respekt vor dem Leben beginne nicht erst bei Taten, sondern schon im Denken und Reden über den Nächsten (vgl. Matthäus 5,21–22). Gott begegne den Menschen nicht verurteilend, sondern als liebender Vater, der zur Herzenswandlung und Liebe ruft.
Der schmale Weg zur Gemeinschaft mit Gott
Anhand des Bildes von der engen Pforte verdeutlichte der Apostel: Der breite, bequeme Weg führt am Heil vorbei. Nachfolge verlangt Glauben und die Ausrichtung nach der Bergpredigt. Während Jesus am Palmsonntag wie durch ein großes Tor einzog, ging er am Kreuz durch die engste Pforte, um die Sündenlast der Menschheit zu tragen. Wie die Verpuppung einer Raupe zum Schmetterling führe auch der Weg des Glaubenden durch Reifungsprozesse hinein in die Gemeinschaft mit Gott. Zum Abschluss verwies der Apostel auf Jesus als den guten Hirten und ermunterte mit Matthäus 7,7–8 zum vertrauensvollen Gebet.
Predigtbeiträge und Impulse zum Heiligen Abendmahl und Amtshandlung
Bezirksevangelist Roland Blome vertiefte das Bild vom Lebenswasser: So wie Wasser flüssig lebensnotwendig sei, gefroren aber kalt und als Dampf flüchtig, brauche auch das Glaubensleben eine von Christi Liebe geprägte Herzenswärme – statt geistlicher Kälte oder überhitztem Aktionismus.
Bezirksältester Holger Zimmermann stimmte anhand des Liedes 381 „Hilf, Herr, mir überwinden“ (NAK-Gesangbuch) auf die Sündenvergebung ein. Auch sie sei eine enge Pforte, durch die man in Demut und Selbstprüfung hindurchgehen müsse, um Kraft für den praktischen Umgang mit dem Nächsten zu empfangen.
Bestätigung im Diakonenamt und Gottes Segen
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls rief Apostel Follmann Michael Brands an den Altar und bestätigte ihn in seinem Dienst als Diakon für die Gemeinde Velbert.
Mit Gebet und dem Trinitarischen Segen schloss der Apostel den von tiefer Freude und Ermutigung geprägten Gottesdienst.
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