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„Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf“ -
Gottesdienst mit Apostel René Follmann und Ruhesetzung

 

Am Mittwochabend, dem 15. Juli 2026, erlebte die Gemeinde Leverkusen einen besonderen Gottesdienst mit Apostel René Follmann. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung des Apostelamtes, die Gemeinschaft mit Jesus Christus und der Dank für viele Jahre treuen Dienens. Zum Abschluss des Gottesdienstes wurde Diakon Volker Hain vom aktiven Dienst in den wohlverdienten Ruhestand versetzt.

Im Auftrag Jesu Christi

Der Predigt lag das Bibelwort aus Matthäus 10,40 zugrunde: „Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.“ Apostel Follmann erinnerte zunächst an die Anfänge des neuzeitlichen Apostelamtes. Der 14. Juli 1835 gelte als ein wichtiger Meilenstein, an dem in England Apostel für ihre besondere Aufgabe ausgesondert wurden.

Das Apostelamt gründe jedoch nicht allein in der Geschichte, sondern vor allem im Auftrag Jesu Christi. Schon die ersten Apostel seien von Jesus persönlich berufen, unterwiesen und ausgesandt worden, um das Evangelium zu verkündigen, zu taufen und den Menschen den Weg zur Gemeinschaft mit Gott zu zeigen.

Amt und Mensch unterscheiden

Dabei machte der Apostel deutlich, dass zwischen dem Amt und dem Menschen, der es trägt, unterschieden werden müsse. Auch Apostel und andere Amtsträger seien Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, Meinungen, Stärken und Schwächen.

Es gehe deshalb nicht um Personenverehrung, sondern um den von Jesus Christus gegebenen Auftrag. Die Aufgabe der Amtsträger bestehe darin, den Menschen zu helfen, sie im Glauben zu stärken, Hoffnung zu vermitteln und auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten.

Frieden aus dem Vertrauen auf Gott

Der Glaube bewahre nicht automatisch vor allen Sorgen und Schwierigkeiten des irdischen Lebens. Jesus Christus habe seinen Nachfolgern kein sorgenfreies Leben versprochen.

Er schenke jedoch einen tiefen Frieden, der aus dem Vertrauen auf Gott entstehe. Auch wenn Wege schwer und manche Lebenssituationen kaum verständlich seien, dürften die Gläubigen darauf vertrauen, dass Gott sie nicht verlasse und sie zur ewigen Gemeinschaft mit ihm führen wolle.

Einander annehmen und füreinander einstehen

Ein weiterer Gedanke galt dem Zusammenleben in der Gemeinde. Jesus habe keinen Menschen vorschnell ausgegrenzt. Deshalb seien auch die Gläubigen aufgerufen, einander anzunehmen, füreinander einzustehen und menschliche Unterschiede zu überwinden. Die Gemeinde solle ein Ort sein, an dem Menschen Gottes Liebe erfahren und gemeinsam auf das Glaubensziel ausgerichtet bleiben.

Dank für einen jahrzehntelangen Dienst

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls würdigte Apostel Follmann den langjährigen Dienst von Diakon Volker Hain. Seit seiner Ordination im Jahr 1982 hatte er sich über viele Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichen Aufgaben und Gemeinden eingebracht.

Zuverlässig, hilfsbereit und besonnen

Neben seinem diakonischen und seelsorgerischen Wirken war Volker Hain besonders für seine Zuverlässigkeit, seine technische Begabung und seine Hilfsbereitschaft bekannt. Wo organisatorische oder technische Unterstützung benötigt wurde, war er eine feste Größe. Ebenso nahm er sich Zeit für Gespräche, Besuche und die persönliche Begleitung von Glaubensgeschwistern.

Viele Jahre im Dienst an den Kindern

Über einen Zeitraum von rund 22 Jahren widmete er sich zudem der Arbeit mit Kindern. Mit Geduld und Einfühlungsvermögen vermittelte er ihnen altersgerecht die Liebe Gottes und die Inhalte des Glaubens.

Apostel Follmann dankte ihm für seine Treue, seine besonnene Art und seine Verbundenheit mit der Gemeinde und dem Apostelamt. Der Dank galt zugleich seiner Familie und allen, die seinen Dienst über die vielen Jahre unterstützt hatten.

Ein geistliches Zuhause in Leverkusen

Volker Hain selbst brachte seine Dankbarkeit dafür zum Ausdruck, dass er mit seiner Familie in der Gemeinde Leverkusen ein geistliches Zuhause gefunden habe. Für die Zukunft wünsche er sich, dass die Gemeinschaft erhalten bleibe, die Glaubensgeschwister noch enger zusammenrückten und einer für den anderen einstehe.

Ruhestand und bleibende Verbundenheit

Mit herzlichen Segenswünschen versetzte Apostel Follmann Diakon Volker Hain schließlich vom aktiven Dienst in den Ruhestand. Der Gemeinde wird er auch weiterhin als Glaubensbruder und mit seinen vielfältigen Fähigkeiten verbunden bleiben.

Dank der Gemeinde und des Ämterkreises

Auch der Gemeindevorsteher brachte im Namen der gesamten Gemeinde und des Ämterkreises den herzlichen Dank für den jahrzehntelangen, treuen Dienst von Diakon Volker Hain zum Ausdruck. Er würdigte seine Verlässlichkeit, seine ruhige und besonnene Art sowie seine Bereitschaft, sich in vielfältiger Weise für die Glaubensgeschwister und das Gemeindeleben einzusetzen.

Als sichtbares Zeichen der Anerkennung und der bleibenden Verbundenheit überreichten ihm der Vorsteher und der Ämterkreis im Namen der Gemeinde ein Abschiedsgeschenk. Verbunden damit waren die besten Wünsche für den neuen Lebensabschnitt, für Gesundheit, Wohlergehen und weiterhin viele schöne Erlebnisse in der Gemeinschaft der Gemeinde.

Der Gottesdienst endete mit dem gemeinsamen Wunsch, im Vertrauen auf Gott zu wachsen, füreinander da zu sein und als Werkzeuge in seiner Hand das Evangelium Jesu Christi weiterzutragen.

17. Juli 2026
Text: Klaus-Dieter Heine
Fotos: Klaus-Dieter Heine

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Apostel René Follmann
Bischof Olaf Koch
v.l.n.r.  Bischof Olaf Koch, Bezirksältester Holger Zimmermann, Bezirksevangelist Roland Blome, Priester Rudolf Hering, Priesterin Katrin Schinski
 

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