Am Sonntag, dem 26. April 2026, feierten die Gemeinden Wuppertal-Ost und Radevormwald ein besonderes Fest des Glaubens: In einem feierlichen Gottesdienst in Wuppertal-Ost legte die Konfirmandin Hannah ihr Treuegelöbnis ab. Vor Gott und den rund 170 Gottesdienstbesuchern empfing sie den Segen zu ihrer Konfirmation – ein Moment, der den Übergang in die religiöse Mündigkeit markiert.
Vom Kennen zum Bekennen
Das Fundament des Gottesdienstes bildete das diesjährige weltweite Leitwort des Stammapostels Jean-Luc Schneider aus Matthäus 10,32: „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel.“
In seiner Predigt erläuterte Evangelist Frank Schöb, Vorsteher der beiden Gemeinden, die tiefe Bedeutung dieses Wortes. Er verdeutlichte, dass jedem Bekenntnis ein Prozess vorausgeht: Zuerst steht das Kennen, gefolgt vom Erkennen der Liebe Gottes. Wenn dieses Erkennen Begeisterung im Herzen auslöst, wird der Glaube zu einer persönlichen Herzensangelegenheit. So wie das „Fischsymbol“ den frühen Christen als Erkennungszeichen diente, ist die Konfirmation heute das sichtbare Zeichen einer inneren Überzeugung.
Ein Liebesbekenntnis trotz Widerständen
Priester Hans-Paul Stein, Jugendbeauftragter des Bezirkes, ergänzte den Gottesdienst durch einen motivierenden Impuls. Er ermutigte die junge Generation, ihr Christsein als ein „Liebesbekenntnis zu Jesus“ zu verstehen. Gerade in der heutigen Zeit gäbe es wunderbare Möglichkeiten, den Glauben mutig zu leben – auch wenn man dabei manchmal gegen den Strom schwimmen müsse.
Verantwortung und göttliche Begleitung
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls folgte der Höhepunkt: die Konfirmationshandlung. Zunächst wurde der Brief des Stammapostels verlesen, in dem er die Konfirmanden daran erinnerte, dass Gott ihnen die schönste aller Aufgaben anvertraut hat: ein Jünger Christi zu sein.
Mit der Konfirmation übernehmen junge Christen die volle Verantwortung für ihr Glaubensleben. Doch sie stehen dabei nicht allein: Nach dem feierlichen Gelöbnis und dem Empfang des Segens wurde spürbar, dass Christus den Jugendlichen seine Hilfe und treue Begleitung zusagt.
Der Gottesdienst schloss in einer Atmosphäre der Freude und Zuversicht mit dem gemeinsamen Gebet und dem dreifachen Segen.
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