Velbert. Ein besonderes Fest des Glaubens: Am Sonntag, dem 3. Mai 2026, feierten die Gemeinden Velbert und Wuppertal-Elberfeld gemeinsam die Konfirmation von vier Jugendlichen. In einem feierlichen Gottesdienst bekannten sie sich öffentlich zu ihrem christlichen Glauben und empfingen vor rund 240 Gottesdienstteilnehmern den Segen für ihren Weg in die religiöse Mündigkeit (=Konfirmation).
Ein Bekenntnis, das im Alltag beginnt
Der Gottesdienst stand unter der Leitung von Bezirksältestem Holger Zimmermann (Kirchenbezirk Bergisches Land). Die Grundlage bildete das weltweite Leitwort des Stammapostels Jan-Luc Schneider für das Jahr 2026: „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel“ (Matthäus 10,32).
In seiner Predigt verdeutlichte Bezirksältester Zimmermann, dass ein Bekenntnis zu Christus weit über Worte hinausgeht: Es erfordere Mut, jedem Mitmenschen in Liebe zu begegnen – eine lebenslange Aufgabe, die nicht immer leicht, aber lohnenswert sei. Wer die Gemeinschaft mit Christus suche und sein „Gesetz“ (die Liebe) achte, dem sei göttliche Hilfe gewiss.
Niemand ist hier allein
Priester Sven Vollmer, Bezirksjugendbeauftragter, griff diesen Gedanken in einem Predigtbeitrag auf. Sein Fokus lag auf der Gemeinschaft: „Hier haben alle das gleiche Ziel, auch wenn man mal unterschiedlicher Meinung ist“, gab er den Jugendlichen mit auf den Weg. Er ermutigte sie, ihren Platz in der Gemeinde aktiv einzunehmen und die Stärke des Miteinanders zu nutzen.
Das Senfkorn als Symbol der Hoffnung
Der bewegendste Moment war die Konfirmationshandlung. Zuvor verlas Hirte Karsten Lemke den Brief des Stammapostels Jean-Luc Schneider, der die Konfirmanden an ihre besondere Aufgabe als Jünger Christi erinnerte.
Ein besonderes Symbol erhielten die Vier (Hannah, Ina, Elia und Malte) vom Bezirksältesten: ein Senfkorn. Diese Geste verdeutlichte, dass Glaube oft klein beginnt, aber – wenn man ihn pflegt – zu etwas Großem heranwachsen kann. Nach dem feierlichen Gelübde empfingen die Jugendlichen den Segen durch Handauflegung. Als sichtbare Zeichen ihrer neuen Rolle erhielten sie ihre Urkunden, den Konfirmandenbrief sowie die Jugendliederbücher für ihren weiteren Weg.
Gelebter Glaube und ein herzliches Willkommen
Mit der Konfirmation tragen die jungen Christen nun selbst die Verantwortung für ihr Glaubensleben. Sie versprachen, durch ihr Handeln das Evangelium für andere erfahrbar zu machen.
Der Jugendchor des Bezirkes hieß die vier Neuzugänge mit dem schwungvollen Song „Jesus be a fence“ (Quelle: Gospel-Liederbuch „open up wide“) und kleinen Geschenken herzlich in ihren Reihen willkommen. Auch die vereinten Gemeindechöre unter der Leitung von Rüdiger Uhlich verliehen dem Gottesdienst einen würdigen musikalischen Rahmen.
Ausklang bei Gemeinschaft und Brunch
Nach dem gemeinsamen Gebet und dem dreifachen Segen war die Freude in der Kirche spürbar. Zahlreiche Gemeindemitglieder und Gäste nutzten die Gelegenheit, den frisch Konfirmierten persönlich zu gratulieren. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Brunch, zu dem die Gemeinde Velbert eingeladen hatte – ein Moment des Austauschs, der das Fest der Gemeinschaft gelungen abrundete.
4 Rahmen - 4 Konfirmanden
4. Mai 2026
Text:
Reiner Krempf
Fotos:
Reiner Krempf,
Cerlyn Maurer
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