Gemeindegründung Elberfeld ↑
Die Anfänge im Bezirk Wuppertal gehen auf das Jahr 1889 zurück. Der 12. Juli 1889 gilt als Gründungstermin der Kirchengemeinde Wuppertal-Elberfeld, der ersten neuapostolischen Gemeinde im Tal der Wupper. Die Eheleute Albert und Ida Mühlhoff aus Elberfeld hatten verwandtschaftliche Kontakte nach Holland, die ihnen von der Neuapostolische Kirche berichteten. Kurz vor ihrer Rückkehr von einem krankheitsbedingten dreimonatigen Aufenthalt in Holland empfing das Ehepaar die Gabe des Heiligen Geistes.
Im Juli 1889 hielt Apostel Friedrich Wilhelm Menkhoff den ersten Gottesdienst in der Gemeinde Elberfeld, in dem die Nachbarn der Eheleute Mühlhoff, eine achtköpfige Familie, ebenfalls die Gabe des Heiligen Geistes empfingen. Die erste Gemeinde war gegründet, sie hatte zehn Gemeindemitglieder.
Da die Gemeinde Elberfeld keine eigenen Seelsorger hatte, wurde sie aus Iserlohn versorgt. Der spätere Bischof Ernst Weerth kehrte in seine Heimatstadt Barmen zurück. Im Laufe der Zeit zogen weitere Glaubensgeschwister zu, die durch Missionsarbeit die kleine Gemeinde anwachsen ließ. 1892 bekam die Gemeinde Elberfeld ihren ersten Gemeindevorsteher, Hirte Albert Mühlhoff.
Wachstum trotz Widerstände ↑
Leider war die Missionsarbeit nicht nur von Erfolg gezeichnet, der Glaube wurde arg geprüft. Viel Hohn und Spott, Störung der Gottesdienste und manches mehr beeinträchtigten die Aufbauarbeit. Nach einer Hausandacht 1897 in Cronenberg wurde dabei Stammapostel Krebs mit Apostel Niehaus von Gegnern angegriffen und verletzt.
Trotz des Widerstandes wuchs die Gemeinde und es entstanden Gemeinden in der Nachbarschaft. 10 Jahre nach dem ersten Gottesdienst wurde Bischof Weerth für vier Gemeinden im "Unterbezirk Elberfeld" Bezirksvorsteher.
Auch der erste Weltkrieg konnte die Ausbreitung nicht verhindern. Stammapostel Niehaus, der den Apostelbezirk betreute, musste zu Beginn der zwanziger Jahre eine Aufteilung in zwei Apostelbezirke vornehmen: Rheinland und Westfalen. Elberfeld gehörte nun zum Rheinland unter der Leitung von Apostel Dach.
Aus Unterbezirk Elberfeld wird Wuppertal ↑
Nach der Stadtgründung von Wuppertal 1929 war aus dem Unterbezirk Elberfeld der Unterbezirk Wuppertal entstanden. Im gleichen zog die Gemeinde Elberfeld nach 40 Jahren gemieteten Räumen in ihre erste eigene Kirche in der Hardtstraße 14, mit 600 Sitzplätzen und Nebenräumen für Sonntagsschule und Jugendstunden. Stammapostel gab ihr bei der Einweihung den Namen "Gilead", das heißt Zeugnishaus.
Der zweite Weltkrieg und seine Folgen ↑
Ab 1930 stagnierte die Ausbreitung aufgrund der schwierigen politischen Verhältnisse. Schließlich brach der zweite Weltkrieg aus. Die Folgen für Wuppertal waren verheerend. Bomben löschten ganze Stadtgebiete aus und brachten vielen Einwohnern den Tod. Auch drei Kirchengebäude fielen den Bomben zum Opfer: Elberfeld, Barmen und Vohwinkel. Bis zum Wiederaufbau mussten sich die Gemeindemitglieder, die nicht evakuiert waren, mit Hausandachten begnügen. Anfang 1944 bauten opferwillige Gemeindemitglieder aus den Trümmern eine Behelfskirche.
Nach Kriegsende kamen mit den Geflüchteten aus den deutschen Ostgebieten auch viele neuapostolische Christen, die hier eine neue Heimat und Beistand für ihren Seelen fanden. Die Amtsträger der Kirche mussten in den Krieg ziehen und vielen haben ihr Leben gelassen. Die Versorgung der durch die Flüchtlinge wachsenden Gemeinden war schwierig und viele Amtsträger mussten bis ins hohe Alter tätig bleiben.
Am 7. August 1949 konnte die zerstörte und neu aufgebaute Kirche in der Hardtstraße 14 geweiht werden.
Veränderungen in den fünfziger Jahren ↑
1955 übernahm Bezirksapostel Walter Schmidt die Apostelbezirke Rheinland und Westfalen, so dass diese wieder unter einer Leitung standen. 1957 wurde Bezirksältester Rudolf Dicke mit der Leitung des Bezirkes Wuppertal beauftragt, den er nach Ordination zum Apostel im Jahre 1960 noch weitere acht Jahre als Bezirksvorsteher leitete.
Neues Arbeitsgebiet der Missionsarbeit ↑
1982 begann die Missionsarbeit an unseren ausländischen Mitbürgern. Ein neues Arbeitsgebiet eröffnete sich für die Gemeinden. Fremdsprachenchöre bildeten sich, um in den Gottesdiensten in portugiesischer Sprache und anderen Fremdsprachen zu unterstützen. So fanden Gästegottesdienste für tamilische Asylanten statt. Auch deutschstämmige Russen folgten aus der damaligen UdSSR.
Bezirksteilung in Wuppertal und Velbert ↑
1989 wurde die 38. Gemeinde gegründet. Der Bezirk zählte zu dieser Zeit insgesamt 6000 Kirchenmitglieder. Mit der Ruhesetzung des Bezirksältesten Günter Eickhoff am 16. Februar 1992 wurde der Bezirk aufgrund der Größe geteilt, 19 Gemeinden bildeten fortan den Bezirk Wuppertal und 18 Gemeinden den neuen Bezirk Velbert. Der Bezirk Wuppertal erhielt in Wolfgang Schug einen neuen Bezirksältesten. Ihm zur Seite stehen die bisherigen Bezirksevangelisten Karl-Heinz Schemmann und Hans Stemke.
Karl-Heinz Eicker wurde zum Bezirksältesten ordiniert und übernahm die Leitung des neuen Bezirkes Velbert. Ihm zur Seite steht der bisherige Bezirksevangelist Karl-Gustav Wawrzyn.
Neuer Bezirk Velbert ↑
Vom Großstadttrubel verschont, blieb der zwischen mehreren Ballungsgebieten liegende Bezirk Velbert. Er begann im Süden in Leverkusen, schlängelt sich über Solingen zwischen Düsseldorf und Wuppertal durch nach Mettmann und grenzte mit Velbert an das Ruhrgebiet. Im Gegensatz zu den angrenzenden Großstädten gehören die Städte und Gemeinden des Bezirks Velbert zum Bergischen Land.
Eigenständig wurde der Bezirk erst 1992 durch die Teilung des ehemaligen Bezirks Wuppertal in Wuppertal und Velbert. Die ältesten Gemeinden des Bezirks sind Velbert (1893) und Haan (1894), die kleinste und jüngste Gemeinde ist Velbert-West (1983).
Bezirke Wuppertal und Velbert kommen wieder zusammen zum Bezirk Bergisches Land ↑
Die demografische Entwicklung in Deutschland hatte auch Auswirkungen auf die Gemeinden der beiden Bezirke. Anlass für die Zusammenlegung der Bezirke Velbert und Wuppertal war die Ruhesetzung des bisherigen Velberter Bezirksleiters, Bezirksältester Udo Busch. Neuer Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Bergisches Land ist Bezirksältester Holger Zimmermann, den Bezirksapostel Rainer Storck im Gottesdienst am 29. November 2023 in Velbert-Mitte zum Bezirksvorsteher beauftragte. Der Bezirk Velbert umfasste zuletzt zwölf, der Bezirk Wuppertal zehn Gemeinden.
Bezirksältester Zimmermann wird von drei Vertretern unterstützt: Bezirksevangelist Roland Blome und Bezirksevangelist Daniel Huke waren bereits in Velbert als stellvertretende Bezirksvorsteher tätig. Als dritten Stellvertreter ernannte der Bezirksapostel im Gottesdienst in Velbert wie angekündigt Evangelist Elmar Sacher, Vorsteher der Gemeinde Wuppertal-Hatzfeld.
Stammapostelbesuche im Bezirk Wuppertal ↑
2. März 1975 Stammapostel Ernst Streckeisen
Gottesdienst für Entschlafene in der Gemeinde Elberfeld,
eine Woche nach seiner Ordination in das Stammapostelamt.
Ihn begleitete Stammapostel in Ruhe Walter Schmidt.
Bibelwort: Jeremia 29, 11.12
1. Januar 1987 Stammapostel Hans Urwyler
Gottesdienst in der Gemeinde Elberfeld.
Ihn begleiteten Bezirksapostel Hermann Engelauf und Andrew Fernandes (Sambia und Malawi) sowie 13 weitere Apostel, darunter auch alle Apostel aus NRW. In diesem Gottesdienst ordinierte der Stammapostel drei Bezirksapostelhelfer: Apostel Mfune, Sianga und Mwape.
Bibelwort: Hebräer 11,1.
3. Oktober 1999 Stammapostel Richard Fehr
Gottesdienst in der Gemeinde Wuppertal-Elberfeld.
Bibelwort: Jesaja 9,2.
22. Januar 2023 Stammapostel Jean-Luc Schneider
Gottesdienst in Wuppertal-Vohwinkel
Bibelwort: Markus 6, 41.52
Stammapostelbesuche im Bezirk Velbert ↑
5. März 2000 Stammapostel Richard Fehr
Gottesdienst für Entschlafene in der „Wilhelm-Dopatka-Halle“ in Leverkusen.
Bibelwort: Römer 4,17.
13. Juni 1999 - Stammapostel Fehr
Gottesdienst in der Gemeinde Velbert
Bibelwort: Offenbarung 2,3
1. Mai 2011 Stammapostel Wilhelm Leber
Gottesdienst in der Bezirksgemeinde Velbert
Bibelwort: 2. Chronik, 16,9.
4. Juli 2021 Stammapostel Jean-Luc Schneider
Gottesdienst für Entschlafene in der Gemeinde Velbert
Bibelwort: Matthäus 12, 19.21
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