Bischof Olaf Koch besuchte am Sonntag, 21.07.2024, die Gemeinde Wuppertal-Elberfeld. Ein besonders Gepräge erhielt der Gottesdienst durch die Segensspendung zur Goldenen Hochzeit.
Zu Beginn des Gottesdienstes betonte er die Bedeutung der Anbetung und des Lobpreises im Gottesdienst. Er hob hervor, wie wichtig es sei, Gottes Nähe und Begleitung zu spüren und dafür dankbar zu sein. Besonders für das Goldhochzeitspaar sei dies ein bedeutsamer Moment, um Gottes Segen zu empfangen.
Gottes Nähe für alle Menschen
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Thema der Heiligen Wassertaufe. Dazu diente als Grundlage das Bibelwort aus dem 8. Kapitel der Apostelgeschichte die Verse 36 und 38. „Und als sie auf der Straße dahinfuhren, kamen sie an ein Wasser. Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert’s, dass ich mich taufen lasse? Und er ließ den Wagen halten und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn."
Der Bischof erläuterte die Geschichte des äthiopischen Kämmerers, der auf dem Rückweg von Jerusalem war und aus dem Buch Jesaja las. Philippus, von Gott gesandt, erklärte ihm die Schrift und führte ihn zum Glauben an Jesus Christus, was letztlich in der Taufe des Kämmerers mündete.
Bischof Koch unterstrich, dass bei der Taufe allein der Glaube an Jesus Christus zählt. Das Ereignis in der Apostelgeschichte zeigt, dass Jesus nicht nur für das Volk Israel, sondern für alle Menschen gekommen ist. Jeder, der an Jesus Christus glaubt und ihm nachfolgen möchte, kann getauft werden und so in eine enge Beziehung zu Gott treten.
Auswirkungen der Taufe
Die Taufe bedeutet das Abwaschen der Erbsünde und das Bekenntnis zu Gott und seinem Sohn. Gleichzeitig bekennt sich Gott zu dem Täufling und zieht ihn in seine Nähe. Die Taufe Jesu selbst war ein öffentlicher Akt, in dem Gott seinen Sohn bestätigte.
Die Taufe ist der Beginn eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, bei dem es darum geht, dem Willen Gottes immer mehr zu entsprechen. Das empfangene Gute soll in Wort und Tat weitergegeben werden. Jesus hat durch sein Beispiel gezeigt, wie man anderen hilft und mit Mitgefühl handelt. Indem wir ihm folgen, bekennen wir uns zu Gott in unseren Taten.
Bekenntnis in Wort und Tat
Durch das Nachfolgen Jesu und das Bekenntnis in Wort und Tat wird die anfängliche Nähe zu Gott zukünftig zu einer innigen, ewigen Gemeinschaft. Auf diesem Weg werden wir stets von unserem himmlischen Vater begleitet.
Mit Beiträgen von Hirte Manfred Bremer und Evangelist Andreas Blomberg wurde der Predigtteil des Gottesdienstes bekräftigt und ergänzt.
Segensspendung zum Hochzeitsjubiläum
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wandte sich der Bischof dem Jubelpaar Renate und Klaus Örmann in einer persönlichen Ansprache zu und widmete ihnen vor der Segensspendung zur Goldenen Hochzeit das Bibelwort aus dem Brief des Judas, Vers 2: "Gott gebe euch viel Barmherzigkeit und Frieden und Liebe!" Dabei verwies er auch darauf, dass der Brief an "die Berufenen, die geliebt sind in Gott, dem Vater, und bewahrt für Jesus Christus" adressiert war – Worte, in denen sich das Jubelpaar gut wiederfinden könne.
Das Elberfelder Ehepaar Örmann zählte bis zur Schließung dieses Standortes im Jahr 2011 zur Stadtteilgemeinde Wuppertal-Varresbeck in der Klaus als Gemeindevorsteher und Priester diente.
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