Am Sonntag, dem 19. Oktober 2025, versammelte sich die Gemeinde Leverkusen zu einem besonderen Gottesdienst, der in doppelter Weise geprägt war: Zum einen stand der Gedanke der Zuflucht bei Gott im Mittelpunkt, zum anderen durfte die Gemeinde die silberne Hochzeit von Diakon Alexander und Oksana Spomer feiern.
Als Grundlage diente Psalm 36, Verse 8–10: "Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! Sie laben sich an den reichen Gütern deines Hauses. Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht".
Einstimmung durch den Gemeindechor
Zu Beginn trug der Gemeindechor das Lied „Herr, Herr, du bist unsere Zuflucht für und für“ vor. Diesen Gedanken nahm der Vorsteher, Priester Thorsten Uhlmann, unmittelbar auf und führte die Gemeinde in das Thema des Gottesdienstes: Wo finden wir Zuflucht – nicht nur äußerlich, sondern innerlich, geistlich?
Zuflucht als gelebter Glaube
In seiner Predigt betonte der Dienstleiter, dass Menschen in Schwierigkeiten ganz natürlich Schutz und Sicherheit suchen – so wie Flüchtende aus Gefahr fliehen. Doch die tiefste und zuverlässigste Zuflucht sei Gott selbst, der Annahme, Sicherheit, Wertschätzung und inneren Frieden gewährt.
Diese geistliche Zuflucht müsse jedoch bewusst angenommen und im Alltag gelebt werden, indem man: Vergebung übt, Liebe praktisch werden lässt, und das eigene „Glaubenslicht leuchten lässt“.
Segenshandlung zur Silberhochzeit
Ein feierlicher Höhepunkt war die Segensspendung für Diakon Alexander und Oksana Spomer, die vor 25 Jahren den Bund der Ehe schlossen. Im Vorgespräch mit dem Vorsteher hatte Oksana einen Satz geprägt, der beiden wie ein Lebensmotto wurde: „Wenn es einfach gewesen wäre, dann wäre es nicht so wertvoll“. Diesen Gedanken griff der Vorsteher auf und stellte ihn in den Mittelpunkt: Nicht die Leichtigkeit des Weges mache eine Ehe stark, sondern das gemeinsam Getragene – das durchgestandene, überwundene, verziehene und miteinander erreichte.
Priester Uhlmann würdigte den gemeinsamen Lebensweg des Jubelpaares als Zeugnis von Treue, Gottvertrauen und innerer Verbundenheit, die nicht selbstverständlich ist. Als Zukunftswort gab er ihnen Jesaja 46,4 mit: „Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen…“
Mit sichtbarer Bewegung empfingen die Eheleute den Segen des dreieinigen Gottes.
Dankbarkeit und Gemeinschaft
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlussgebet blieb die Gemeinde noch beisammen. Viele nutzten die Gelegenheit, dem Jubelpaar persönlich zu gratulieren und herzliche Glück- und Segenswünsche zu übermitteln.
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