Am Sonntag, dem 9. November 2025, feierte die Gemeinde einen besonderen Gottesdienst, den Vorsteher Priester Thorsten Uhlmann leitete. Ein Höhepunkt war die Segenshandlung zur Rubinhochzeit für Ute und Priester Detlev Blome, die seit 40 Jahren gemeinsam ihren Lebens- und Glaubensweg gehen.
Zu Beginn des Gottesdienstes nahm Vorsteher Priester Thorsten Uhlmann die Gemeinde gedanklich mit hinein in die letzten Worte des zuvor gesungenen Chorliedes (CM 330): "...Leit' uns auf deinen Wegen, gib festen, frohen Schritt und geh mit deinem Segen an allen Tagen mit". Der Vorsteher hob hervor, wie viel Kraft, Schutz und innere Ausrichtung im Segen Gottes liegt. Gottes Segen sei kein bloßes Wunschwort, sondern ein göttliches Geschenk – nicht zu „verdienen“, nicht zu kaufen, sondern Ausdruck der liebevollen Zuwendung des himmlischen Vaters.
Wert des Segens erkennen
Er erinnerte an die alttestamentliche Geschichte von Jakob und Esau, in der deutlich wird, wie kostbar der väterliche Segen im Volk Israel war. Esau verkaufte sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht und erkannte erst zu spät, welchen unschätzbaren Wert er aus der Hand gegeben hatte. Jakob wiederum suchte den Segen mit allem Ernst seines Herzens.
So verdeutlichte der Vorsteher, dass Gottes Segen auch heute eine tragende Kraft im Glaubensleben ist – wegweisend, stärkend und schützend. Wer unter Gottes Segen steht, geht nicht allein, sondern im Vertrauen darauf, dass Gott begleitet, Türen öffnet, Wege ebnet und Herzen stärkt.
Im Bedürftigen Christus finden
In der Predigt des Gemeindevorstehers stand ein Bibelwort aus dem Matthäusevangelium, dem Abschnitt vom Weltgericht, im Mittelpunkt: „Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan!" (Matthäus 25,40)
Gelebte Nächstenliebe - Begegnung mit Jesus
Priester Thorsten Uhlmann stellte die Predigt unter das Leitmotiv der gelebten Nächstenliebe. Diese beginne im Blick füreinander: im Hinsehen, Zuhören, Trösten, Mutmachen, im Nicht-Urteilen und im aufmerksamen Miteinander. Wer dem Nächsten dient, begegnet Christus selbst. Im Verlauf der Predigt erinnerte der Vorsteher auch an das Verhalten des barmherzigen Samariters im Gleichnis. Während andere weitergingen, blieb der Samariter stehen, sah hin, ließ sich berühren – und handelte.
So, machte Priester Uhlmann deutlich, beschreibt Jesus jene Nächstenliebe, die er uns aufträgt: nicht ausweichen, nicht urteilen, sondern sich dem Menschen zuwenden, der Hilfe braucht – sichtbar in äußerer Not oder verborgen in stillem Schmerz.
"In solchen Momenten," vertiefte der Vorsteher, "begegnen wir nicht nur dem Mitmenschen, sondern zugleich auch Christus, der sich mit den Schwachen identifiziert."
Sündenvergebung und Heiliges Abendmahl
Nach der Predigt verkündigte Priester Uhlmann die Sündenvergebung. Tief empfunden wurde anschließend die Einladung zum Heiligen Abendmahl, die ausdrücklich auch an alle Gäste erging, die auf den dreieinigen Gott getauft sind und sich zu Jesus Christus bekennen.
Feier der Rubinhochzeit
Im Anschluss durfte die Gemeinde die feierliche Spendung des Segens zur Rubinhochzeit für Ute und Detlev Blome miterleben.
Der Vorsteher würdigte den gemeinsamen Lebensweg des Paares, geprägt von Vertrauen, Zusammenhalt, Glaubenstreue und vielen Stationen, in denen sie Gottes Beistand erfahren haben. Erwähnt wurde auch ihr langjähriges und treues Wirken in der Gemeinde: Detlev im Diakon- und Priesteramt, Ute in der Kinder- und Jugendarbeit sowie im Chor.
Als Leitwort gab er ihnen Gedanken aus Jesus Sirach 39, Verse 33 und 35, mit auf den Weg: „Die Werke des Herrn sind alle gut, und alles, was Not tut, wird er zur rechten Zeit gewähren. Nun singt das Herz und der Mund und preist den Namen des Herrn.“
Gratulation und Segenswünsche an das Jubelpaar
Nach dem Schlussgebet und dem dreifachen Segen gratulierten die Anwesenden dem Jubiläumspaar und wünschten ihnen Gottes reichen Segen für ihren weiteren gemeinsamen Lebensweg.
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