Am Sonntag, 6. Juli 2025, fand in der neuapostolischen Kirche in Mettmann der erste Gottesdienst nach einer längeren Umbauphase statt. Die Gemeinden Mettmann und Wülfrath, die seit dem Umbau ihre Gottesdienste gemeinsam feiern, konnten diesen besonderen Tag zusammen in der Gemeinde Mettmann erleben.
Heil in Christus - auch für Verstorbene
„Seid alle herzlich willkommen!" Mit diesen Worten eröffnete Bezirksevangelist Roland Blome die Predigt und traf damit den Ton des Tages. Denn der Gottesdienst war in mehrfacher Hinsicht besonders: Es war nicht nur die Feier der Wiedereröffnung des Mettmanner Kirchengebäudes, sondern es war auch ein Gottesdienst für Entschlafene. Dabei hat der Gottesdienstleiter vor allem an das Heil in Christus erinnert, das allen Menschen gilt und das nach dem neuapostolischen Glauben auch im Jenseits erlangt werden kann.
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch mehrere Musikbeiträge begleitet, auch die trafen das Tagesgefühl: Zum Auftakt, als Eingangslied, hat die Gemeinde zusammen das Lied gesungen: „Wer da will, der komme," später trug der Gemeindechor das Stück „Du hast uns als Gemeinde in deinen Dienst gestellt" vor, was die Verbundenheit und den Auftrag der Gemeinde unterstrich.
Großes Interesse an der neugestalteten Kirche
Die Kirche war sehr gut besucht, knapp 100 Menschen waren gekommen, um die neuen Räumlichkeiten zum ersten Mal im Rahmen eines Gottesdienstes zu erleben. Damit war das Kirchenschiff fast voll ausgelastet.
Helle Räume, neue Funktionen – und barrierefrei
Nach dem Gottesdienst waren alle eingeladen, bei Kaffee und Keksen zu verweilen und sich die umgestalteten Räume näher anzusehen. Dabei wurde vielfach der moderne, klare Charakter der Kirche hervorgehoben.
Der neue Eingangsbereich mit großzügiger Verglasung, die hellgrauen Fliesen und weiß getönten Wände sorgen für ein offenes Raumgefühl. Die Kirche ist nun barrierefrei zugänglich. Es gibt eine Küche, deren Wand zum Eingangsbereich hin geöffnet werden kann, es gibt extra Räume für den Sonntagsschulunterricht und für die Amtsträger.
Tradition bewahren, Neues gestalten
Einige Elemente des alten Kirchengebäudes wurden bewusst erhalten, etwa die Fenster im Kirchenschiff. Sie brechen mit der sonst so klaren und modernen Gestaltung der Kirche, als ein Übergang zwischen Tradition und Moderne. Ein kleines, aber liebevoll gestaltetes Beispiel dafür ist auch die kleine Uhr auf dem Altar: Sie wurde von einem Mitglied der Kirche aus dem Holz des alten Kreuzes gefertigt, das früher – vor dem Umbau – hinter dem Altar im Kirchenschiff hing. Durch die kleine Uhr bleibt ein Stück des alten Kreuzes erhalten, als kleines, aber bedeutsames Symbol für Kontinuität und Wertschätzung. Das alte Kreuz wurde durch ein moderneres, passend in der neuen grau-weißen Farbgestaltung der Kirche, ersetzt.
Zwei Gemeinden mit gemeinsamen Gottesdiensten
Künftig wird die Kirche in Mettmann wieder regelmäßig für Gottesdienste genutzt, im monatlichen Wechsel mit der Gemeinde Wülfrath. Die Gemeinden, die 2022 eigentlich nur für eine begrenzte Zeit zusammengelegt werden sollten, sind in dieser Zeit stark zusammengewachsen, was Gemeindearbeit, Gottesdiensterleben und Freundschaften betrifft. So möchten die Gemeindemitglieder auch zukünftig die Gottesdienste gemeinsam erleben.
Teil der Frontsansicht der Kirche in Mettmann
10. Juli 2025
Text:
Redaktion,
J. Voss
Fotos:
Karl Ashauer,
R. Jobs
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