Am Sonntag, dem 19. April 2026, feierte Bischof Olaf Koch einen besonderen Gottesdienst mit den Senioren des Bezirkes Bergisches Land in Velbert-Mitte. Begleitet wurde er von Bezirksevangelist Daniel Huke sowie mehreren Gemeindevorstehern. Als Gastgeber fungierte der Gemeindeverbund Velbert. Den musikalischen Rahmen gestalteten der Seniorenchor, ein Männerchor sowie der große Gemeindechor, der durch Sängerinnen und Sänger des Seniorenchores klangvoll verstärkt wurde.
Dank für lebenslanges Engagement
Zu Beginn richtete Bischof Koch herzliche Worte an die rund 250 anwesenden Senioren. Er blickte auf die jahrzehntelange Aufbauarbeit zurück, die viele der Anwesenden in den Gemeinden geleistet hatten. „Ihr habt den Grundstein gelegt, auf dem wir heute weiterbauen können“, betonte er dankbar. Auch die heutige Rolle der älteren Generation hob er hervor: Zwar stünden viele nicht mehr in der „vordersten Front“, seien aber durch ihre Erfahrung und Gebetsunterstützung in der „zweiten Reihe“ unverzichtbar und sichtbar aktiv.
Die schöpferische Kraft des Lichtes
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Lukas 8,16: „Niemand aber zündet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gefäß oder setzt es unter eine Bank; sondern er setzt es auf einen Leuchter, auf dass, wer hineingeht, das Licht sehe.“ Der Bischof erläuterte, dass dieses Bild in allen Evangelien zu finden sei und dazu aufrufe, das eigene Licht „nicht unter den Scheffel zu stellen“. Licht stehe in der Heiligen Schrift für die Gegenwart Gottes; ohne Licht gebe es kein geistliches Wachstum. In Anlehnung an einen kürzlich stattgefundenen Gottesdienst von Stammapostelhelfer Helge Mutschler zog der Bischof den Vergleich zum Senfkorn: So wie aus Kleinstem Großes entstehe, könne auch ein kleines Licht eine enorme Fernwirkung entfalten.
Orientierung und Zuversicht
Unter Bezugnahme auf das Jesus-Wort „Ich bin das Licht der Welt“ (Johannes 8, 12) verdeutlichte der Bischof, dass der Glaube Orientierung und Klarheit schenke. Dies gelte für Jung und Alt gleichermaßen. Gerade die Glaubenserfahrung der Senioren diene hierbei als Vorbild. Auf die oft besorgte Frage älterer Menschen „Wo soll das alles noch hinführen?“, antwortete der Bischof mit Zuversicht: „Der Weg führt uns in die ewige Gemeinschaft mit Gott.“ Das Gebet helfe dabei, das eigene Handeln stets an diesem Ziel auszurichten.
Licht verdrängt die Dunkelheit
Bezirksevangelist Daniel Huke vertiefte diesen Gedanken in seinem Mitwirken. Er ermutigte die Gläubigen: „Lass dir nicht einreden, dass du nur ein kleines Licht bist.“ Er verdeutlichte, dass selbst der kleinste Lichtstrahl genüge, um die Dunkelheit – und damit das Böse – zu vertreiben. Mit einem praktischen Beispiel aus der Erziehung schlug er die Brücke zum Alltag: So wie ein Nachtlicht Kindern die Angst nehme, so wirke das füreinander Beten wie ein Lichtstrahl in der Seele des Nächsten.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls fand der Gottesdienst mit dem gemeinsamen Gebet und dem Segen seinen feierlichen Abschluss.
Wechsel in der Seniorenbegleitung
Im Anschluss an den Segen galt es, verdiente Mitarbeiter zu verabschieden. Die bisherigen Seniorenbegleiter des Bezirks, Evangelist i.R. Gerhard Ermoneit sowie die Priester i.R. Hans Osthoff und Roland Seredinski, hatten aus gesundheitlichen Gründen um Entbindung von ihrer Aufgabe gebeten. Der Bischof würdigte ihren langjährigen Einsatz, den sie teils weit über den Eintritt in den Ruhestand hinaus geleistet hatten. Bezirksevangelist Huke überbrachte zudem den Dank von Bezirksältesten Holger Zimmermann und überreichte persönliche Präsente.
Die Nachfolge tritt ein Ehepaar aus der Gemeinde Leichlingen an: Priester i.R. Wolfgang Mai und seine Frau Renate übernehmen ab sofort die Seniorenbegleitung im Bezirk. Die Senioren hießen beide herzlich willkommen und wünschten ihnen für ihr neues Wirken viel Freude und Gottes Segen.
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