Am Sonntag, dem 22. Februar 2026, feierte die Gemeinde Solingen den Gottesdienst zur Vorbereitung für den Gottesdienst für Entschlafene am kommenden Sonntag in einem besonders festlichen Rahmen. Knapp 50 Spielerinnen und Spieler des Bezirksorchesters waren angereist, um einerseits den Gottesdienst zu bereichern und andererseits im Anschluss miteinander zu proben. Die Unterbringung der vielen Musiker neben dem gemischten Chor und den Gottesdienst-Teilnehmern war bereits eine besondere Herausforderung.
Dem Gottesdienst, den Bezirksvorsteher Holger Zimmermann mit der Gemeinde feierte, lag das Bibelwort aus Lukas 15, 5.6 zugrunde: „Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.“
"Hier ist heute was los!" – Mehr als nur ein imposanter Rahmen
So begann der Bezirksälteste seine Predigt, nachdem Chor und Orchester lautstark vorgelegt hatten. „Das hat man schon draußen auf der Straße gehört. Aber nicht nur wegen des imposanten musikalischen Rahmens, nicht nur, weil zahlreiche Gottesdienst-Teilnehmer sich versammelt haben, ist hier was los, sondern weil Gottesdienst ist und wir Gemeinschaft mit dem Allerhöchsten erleben."
Jesus, der gute Hirte sucht das verlorene Schaf
Wer ist das verlorene Schaf? Der Sohn Gottes hat in dem Gleichnis sicher an diejenigen gedacht, die zu seiner Zeit das Heilsangebot nicht annehmen konnten oder wollten. Gott liebt sie alle und geht allen mit der Absicht nach, sie zu tragen und zurückzubringen.
Gleiches gilt heute im Hinblick auf die Entschlafenen. Viele Menschen hatten nie die Möglichkeit, Gemeinschaft mit Gott zu erleben geschweige denn, göttliches Heil in der Gnade und den Sakramenten zu erlangen. Andere, die diese Möglichkeit gehabt hätten, haben es nicht gewollt oder nicht verstanden. Auch für die Seelen in der jenseitigen Welt gilt: Gott liebt alle ohne Ausnahme, geht ihnen nach und möchte sie tragen und zurückbringen.
Persönliche Vorbereitung auf den kommenden Sonntag
Hier ist unsere Hausaufgabe, diese Arbeit mit unserem Glauben und unserer Fürbitte zu unterstützen. Vielleicht hilft uns dabei, eine Liste zu erstellen, für wen wir persönlich eintreten wollen und diese uns jeden Tag vorzunehmen.
Eigentlich sind wir als sündige Menschen ja auch „verlorene Schafe“, die sich von Gott entfernt haben. Zum Glück hat er uns aber die Erkenntnis geschenkt, wo uns durch Gnade und Vergebung Heil wird. Diese Erkenntnis wollen wir nicht für uns behalten, sondern gerne an die weitergeben, die Gott genauso wie uns liebt. Das alles wirkt Freude, bei uns selbst und bei allen, die daran teilhaben dürfen.
Nach dem Gottesdienst war die Pause vor der Orchesterprobe Gelegenheit, bei Kaffee und Imbiss Gemeinschaft zu machen und die Empfindungen über das Gehörte auszutauschen.
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