Velbert-Langenberg. Zum 100-jährigen Gemeindejubiläum kam Apostel Follmann in die Gemeinde. Erfreulicherweise nutzte er diese Gelegenheit, um eine Diakonin zu ordinieren.
1924 fanden in Langenberg die ersten Gottesdienste in der Wohnung von Hermine Schwardtmann statt. Das war Grundlage zur Gründung der Gemeinde, die in diesem Jahr ihr 100-Jähriges Bestehen feiern darf. Frau Schwardtmann wurde nie neuapostolisch und trat deshalb in der Historie nicht mehr in Erscheinung. Deshalb sollte sie zu diesem besonderen Anlass einmal mit Dankbarkeit genannt werden.
Bezirksapostel Hermann Engelauf hielt 1983 einen Gottesdienst in Langenberg. Während seiner Predigt erwähnte er, dass er im Ämterzimmer für die Gemeinde ein besonderes Wort erbeten hatte. Vor ihm lag dann das Bibelwort: „Ich habe ein großes Volk in dieser Stadt.“ Dieses „Volk“ konnte sich aus den ersten Gottesdiensten am Ort entwickeln und hat bis heute bestand.
Gottesdienst
Apostel Follmann diente im Jubiläumsgottesdienst mit dem Wort aus Psalm 92, die Verse 5 und 6:
„Denn, Herr, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Taten deiner Hände. Herr, wie sind deine Werke so groß!“. Neben der Dankbarkeit über die Entwicklung der Gemeinde machte er auch deutlich, dass „Werke“ immer etwas Größeres sind, ob in der Produktion oder in der Musik. Viele verschiedene Teile müssen dabei zusammengebracht werden. Danach beleuchtete er auch das Wunderwerk „Hand“, einmal mit der Möglichkeit, Kräfte damit umzusetzen und dann auch die hohe Flexibilität z.B. einen Faden in eine Nadel einzufädeln. Er verglich das mit den unterschiedlichen Gaben in der Gemeinde, Dinge anzufassen und umzusetzen und dann wiederum mit sehr viel Feingefühl dem Einzelnen zu begegnen.
Zum Ende des Gottesdienstes überraschte der Apostel die Anwesenden mit einer Amtseinsetzung. Er ordinierte Schwester Häusler zur Diakonin für die Gemeinde Langenberg und verstärkte damit den Ämterkreis.
Der Gottesdienst wurde mit einem Kanon, an dem die ganze Gemeinde teilnehmen konnte, beendet.
Gemeinschaft
Danach waren alle Teilnehmer zum Mittagessen eingeladen. Es gab eine Auswahl an warmen Speisen, auch die Vegetarier wurde dabei nicht vergessen. Anschließend standen sowohl Kuchen als auch eine Festtagstorte bereit, von denen reichlich Gebrauch gemacht wurde. Damit stand einer ausgiebigen Gemeinschaftspflege und das Genießen von schönen und seltenen Begegnungen nichts mehr im Wege. Denn es waren nicht nur die Gemeinden Langenberg und Velbert-West zugegen, sondern auch viele ehemalige Gemeindemitglieder aus Nah und Fern.
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