Am 2. Advent fanden sich die Glaubensgeschwister aus allen drei Standorten des Gemeindeverbundes Velbert zum Gemeindesonntag in Velbert-Mitte ein. Viele nutzten die Gelegenheit, noch einmal mit Priester Michael Boldt Gottesdienst zu feiern, der kurz vor seiner Ruhesetzung am 14. Dezember 2025 steht.
„Das Licht wählen“ – Gedanken zum Bibelwort aus Johannes 3
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Johannes 3, 19–21 zugrunde. Im Mittelpunkt stand die Zusage, dass mit Jesus Christus das Licht in die Welt gekommen ist und jeder Mensch eingeladen ist, sich bewusst dafür zu entscheiden.
Zu Beginn wandte sich Priester Boldt liebevoll an die anwesenden Kinder. In einfachen und anschaulichen Worten erklärte er, was es bedeutet, selbst ein Licht zu sein. Dabei zitierte er aus dem Kinderlied „Jesus heißt, uns leuchten…“ (Kinderliederbuch der NAK "Stimm mit ein") und stellte die Frage: „An dem Platz, an den Gott dich stellt – kannst du dort leuchten? Bist du mit diesem Platz zufrieden?“
Auch das Thema Wahrheit kam zur Sprache: Wer etwas Ungutes getan habe, kenne das mulmige Gefühl, es zuzugeben – und doch gehöre Ehrlichkeit zum Leben im Licht.
Licht schafft Orientierung
Priester Bernhardt Plötz griff die Bilder von Licht und Finsternis in kurzen visuellen Darstellungen eindrucksvoll auf. Besonders Kinder, so sagte er, empfänden Dunkelheit mit Unsicherheit – Licht aber schenke Orientierung und Geborgenheit.
Ein roter Faden: Entscheidung für das Licht
Durch den gesamten Gottesdienst zog sich der Gedanke, das Licht Jesu bewusst anzunehmen und weiterzutragen.
Auch beim Heiligen Abendmahl wirkte Priester Boldt noch einmal aktiv mit und beteiligte sich an der Austeilung der Hostien.
Langjähriger Seelsorger vor der Ruhesetzung - Fast vier Jahrzehnte im Dienst
Apostel René Follmann hatte die Gemeinden bereits am 16. November darüber informiert, dass Priester Michael Boldt auf eigenen Wunsch etwas vorzeitig in den Ruhestand treten wird.
Sein seelsorgerischer Weg begann 1986 als Unterdiakon für die Gemeinde Langenberg. Es folgten die Ordination zum Diakon (1990), zum Priester (2011) und schließlich die Beauftragung als Vorstehervertreter für Langenberg (2020).
Mit Herz für Menschen – besonders für Kinder und Jugendliche
Über 39 Jahre war Priester Boldt ein verlässlicher, warmherziger und engagierter Seelsorger. Die Kinder und Jugendlichen lagen ihm dabei besonders am Herzen: Von 1986 bis 2015 war er Jugendbetreuer, von 2006 bis 2015 Konfirmandenlehrer. Viele haben ihn in dieser Zeit als geduldigen Begleiter und aufrichtigen Zuhörer erlebt.
Auch musikalisch hat er das Gemeindeleben geprägt – als Sänger, Organist und hilfsbereiter Unterstützer, wo immer eine Hand gebraucht wurde.
Dank und herzliche Wünsche
Nach dem Gottesdienst nahm sich Priester Boldt viel Zeit für persönliche Worte am Ausgang. Viele Glaubensgeschwister nutzten die Gelegenheit, ihm für seine Nähe, seine besonnene Art und seine jahrelange, treue Seelsorge zu danken – und ihm ihre besten Wünsche für einen gesegneten neuen Lebensabschnitt mitzugeben.
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