Musik und Glaube erfüllten am Sonntag, dem 26. Oktober 2025, den Gemeindeverbund Velbert-Mitte: Das Bezirksorchester Bergisches Land war zu Gast und gestaltete den Gottesdienst mit beeindruckenden Klängen. Evangelist Elmar Sacher, stellvertretender Leiter des Bezirkes, predigte über das Bibelwort aus Markus 2, 3–5 – die Geschichte von der Heilung eines Gelähmten, die zeigt, wie stark Glaube und Gemeinschaft sein können.
Schon an der Eingangstür zeigte sich die lebendige Gemeindegemeinschaft: Neben Amtsträgern des Gemeindeverbundes begrüßten auch ein Jugendlicher und ein Konfirmand des Jahrgangs 2026 die Gottesdienstbesucher. Der Konfirmand kam damit einer seiner Aufgaben im Gemeindepraktikum nach – eine schöne Geste gelebter Gemeinschaft.
Der Heiland sorgt – in Wort und Klang
Mit rund 45 Musikerinnen und Musikern war das Bezirksorchester Bergisches Land unter Leitung von Carola Gabelin an diesem Sonntagmorgen in Velbert-Mitte vertreten. Das Orchester zählt insgesamt etwa 70 Mitglieder und kann aufgrund seiner Größe nur in wenigen Gemeinden des Bezirkes gemeinsam auftreten. Umso größer war die Freude über den Besuch und die beeindruckende Klangfülle, die sich im Kirchenraum entfaltete.
Der musikalische Auftakt im Gottesdienst begann mit dem Lied Nr. 158 aus dem Chorbuch: „Der Heiland sorgt für dich täglich aufs neu…“ – ein Refrain, der Hoffnung und Vertrauen ausdrückt. Chor und Orchester gestalteten den musikalischen Auftakt gemeinsam und begleiteten den gesamten Gottesdienst mit bekannten Melodien aus dem neuapostolischen Chorbuch.
Zum Abschluss würdigten die Besucher die freudig und kraftvoll vorgetragenen Musikbeiträge mit spontanem Applaus – ein Zeichen dafür, dass die Musik Herzen berührte und die Botschaft des Tages lebendig werden ließ.
Heilung und Vollmacht Jesu
Die Predigt von Evangelist Elmar Sacher stand ganz im Zeichen des Bibelwortes aus dem Markusevangelium – der Begebenheit von der Heilung des Gelähmten durch Jesus.
Zum biblischen Geschehen: Jesus vergab dem Gelähmten zunächst die Sünden und schenkte ihm danach auch die körperliche Heilung. In dieser Begegnung zeigte Jesus, dass er nicht nur die Kraft hat, den Leib zu heilen, sondern auch die Vollmacht, Sünden zu vergeben.
Fürsorge für den Nächsten – Impulse für unseren Glauben heute
Aus der biblischen Geschichte leitete der Evangelist drei Gedanken ab, die auch für uns heute von Bedeutung sind:
- Hilfe durch Glauben: Der Gelähmte konnte nicht aus eigener Kraft zu Jesus gehen und war auf die Unterstützung anderer angewiesen. „Aus der Kraft unseres Glaubens können wir anderen eine Hilfe sein“, so der Evangelist.
- Liebe findet Wege: Die große Menschenmenge versperrte den Zugang zu Jesus. Doch die Liebe seiner Freunde suchte und fand einen Weg. „Unsere Liebe zum Nächsten soll Wege der Hilfe und Fürsorge finden“, betonte er.
- Zugang zur Gemeinschaft mit Jesus: Die Freunde deckten das Dach ab und ließen den Gelähmten zu Jesus hinunter. „Wir können Gott darum bitten, dass das Dach – alles, was die Entschlafenen hindert, Jesus als Heiland anzunehmen – abgebaut wird. Das ist unsere Aufgabe bis zum kommenden Gottesdienst für Entschlafene“, erklärte Evangelist Sacher.
Sakrament, Segen und Gemeinschaft
Besonders herzlich begrüßte der Evangelist die Kinder der Vor- und Sonntagsschule, die während eines Musikbeitrages von Chor und Orchester auf der Empore Platz nahmen. „Jetzt ist die Gemeinde komplett“, stellte er fest und hieß die Kinder willkommen. In seiner Vorbereitung hatte er die Bedeutung der Fürsorge und Heilung im Licht des Opfers Jesu vertieft.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls schloss Evangelist Sacher den Gottesdienst mit Gebet und dem trinitarischen Segen.
Im Anschluss blieb das Bezirksorchester noch zusammen, um für die Erhaltung und Erweiterung seines Repertoires zu proben.
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