Der erste Sonntag im April erinnerte an die Stiftung des Heiligen Abendmahls. Jesus feierte zunächst mit seinen Jüngern das Passamahl, bei dem an den Auszug der Israeliten aus Ägypten erinnert wird. Doch das Abendmahl geht weit über dieses Gedenken hinaus – es lässt das Opfer Jesu lebendig werden, denn in ihm werden sein Leib und sein Blut wirklich gegenwärtig.
Grundlage für die Predigt des Gottesdienstes war das Bibelwort: „Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib“ (Matthäus 26, 26).
Ein kreativer Einstieg: Kinder gestalten den Gottesdienst
Mit dem bekannten Kinderlied „Gott ist die Liebe“ (Neuapostolisches Gesangbuch Nr. 234) stimmte sich die Gemeinde auf einen besonderen Gottesdienst ein. Bereits im Vorfeld hatten die Kinder der Gemeinde – unterstützt von ihren Lehrkräften – sogenannte Meta-Karten liebevoll gestaltet. Aus diesen entstand eine farbenfrohe „Kraftkette“ zum Thema Abendmahl und Sündenvergebung, die gut sichtbar an der Vorderseite des Altars angebracht war. Große, selbst gebastelte Hostien rundeten die kreative Gestaltung ab und veranschaulichten auf kindgerechte Weise die Bedeutung der Hostie im Gottesdienst.
Dankbarkeit für sichtbare und unsichtbare Wunder
Hirte Karsten Lemke, Vorsteher des Gemeindeverbundes, eröffnete seine Predigt mit einem einladenden Aufruf: „Wir wollen danken, loben und unseren Gott preisen.“ Anschließend richtete er den Blick auf das Passafest und seine zentrale Bedeutung für das Volk Israel. Dabei erinnerte er an einige der eindrucksvollen Wunder Gottes: den Auszug aus Ägypten, die Teilung des Meeres sowie die Versorgung in der Wüste mit Nahrung und Wasser. Diese Beispiele nutzte der Hirte, um die Verbindung zum heutigen Abendmahl herzustellen. Auch wenn die damit verbundenen Wunder Gottes nicht immer sichtbar seien, wirkten sie doch weiterhin.
Sein Rat: „Lasst uns aufpassen, dass wir dafür dankbar bleiben und nicht dem Anspruch auf ‚immer mehr‘ verfallen.“
Das letzte Abendmahl – lebendig und kindgerecht dargestellt
Vor der Predigt von Priester Bernhardt Plötz gestalteten die Kinder eine eindrucksvolle Szene vor dem Altar: In feierlicher Stille und mit großer Achtsamkeit deckten sie den vorbereiteten Tisch für das letzte Abendmahl Jesu. Währenddessen erklärte Marie die Passion in kindgerechter und leicht verständlicher Sprache – ein Moment, der nicht nur die Jüngsten tief berührte.
Im anschließenden Predigtbeitrag griff Priester Bernhardt Plötz das Thema auf und näherte sich dem Abendmahl ebenfalls auf kindgerechte Weise. Anhand des Bildes einer großen Feier, zu der wir eingeladen sind, veranschaulichte er die Bedeutung des Heiligen Abendmahls. So wie wir uns über eine festliche Einladung im Alltag freuen, dürfen wir auch die Einladung Jesu zum Abendmahl als Weg zur „Ewigen Freude“ annehmen.
Bewusst zum Heiligen Abendmahl – gegen die Gefahr der Routine
In seinem Predigtbeitrag wies Priester Markus Klein auf eine besondere Gefahr hin: die Routine. Sie könne dazu führen, dass Achtsamkeit und Wertschätzung für das Heilige Abendmahl an Bedeutung verlieren.
Mit einem eindringlichen Appell richtete er sich an die Gemeinde: Es gelte, das Bewusstsein für dieses kostbare Gut immer wieder neu zu tärken und das Opfer Jesu, das aus reiner Liebe gegeben wurde, in den Mittelpunkt zu stellen. Diese Liebe solle nicht nur empfangen, sondern auch aktiv weitergegeben werden – in uns selbst und durch uns nach außen.
Dank und Abschied in den „endgültigen“ Ruhestand
Zum Abschluss wurde Priester im Ruhestand, Dietmar Gabriel, offiziell in den endgültigen Ruhestand verabschiedet. Auch nach seiner Ruhesetzung hatte er unermüdlich die priesterliche Krankenversorgung und Seelsorge für die kranken Gemeindemitglieder übernommen – eine Aufgabe, die er mit großer Hingabe erfüllt hat. Im Auftrag des Apostels wurde ihm nun für seinen segensreichen Dienst gedankt. Ein herzlicher Dank der gesamten Gemeinde gilt ihm – und ebenso seiner lieben Frau, die diesen Weg treu mitgetragen hat.
Gemeinschaft beim gemeinsamen Mahl
Im Anschluss an den segensreichen Gottesdienst durften wir noch wertvolle Gemeinschaft erleben. Die Lehrkräfte der Gemeinden hatten liebevoll Speisen und Getränke vorbereitet, die gemeinsam eingenommen werden konnten.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen dieses schönen Ausklangs beigetragen haben!
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