Ein besonderer Festgottesdienst fand am Sonntag, 2. August 2026, in der neuapostolischen Kirchengemeinde Leverkusen statt. Evangelist Andreas Brühne, Vorsteher der Gemeinde Solingen, leitete den Gottesdienst und spendete Gisela und Waldemar Klee den Segen zu ihrer Diamantenen Hochzeit.
Der Herr ist in seinem heiligen Tempel
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Habakuk 2,20 zugrunde: „Der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt.“ In der Predigt ging Evangelist Andreas Brühne der Frage nach, weshalb Menschen die Kirche und den Gottesdienst brauchen. Die Grundlage der Kirche sei Jesus Christus. Er habe den Menschen Gott als liebenden Vater nahegebracht, der die persönliche Beziehung zu jedem Einzelnen suche.
Eine Kirche sei deshalb mehr als nur ein Gebäude. Sie werde zu einem heiligen Ort, weil Menschen dort zusammenkommen, um Gottes Wort zu hören, zu beten und die Sakramente zu empfangen. Auch die besondere Stille in einer Kirche helfe, sich innerlich auf Gott auszurichten. Sie gebe Raum, seine Nähe wahrzunehmen und einen persönlichen Gedanken für den weiteren Lebensweg mitzunehmen.
Die Beziehung zu Gott pflegen
Wie jede menschliche Beziehung müsse auch die Verbindung zu Gott gepflegt werden. Der Gottesdienst biete die Möglichkeit, diese Beziehung zu stärken und Rat, Trost sowie neue Kraft zu empfangen. Dabei wurde auch die sichtbare, menschliche Seite der Kirche angesprochen. Menschen seien nicht vollkommen und könnten Fehler machen. Das Evangelium Jesu Christi hingegen sei vollkommen. Im Mittelpunkt stehe die Liebe Gottes, die jeden Menschen annehme und immer wieder einen neuen Anfang ermögliche.
Deshalb gelte es, nicht nur auf Unzulänglichkeiten zu schauen, sondern auch dankbar wahrzunehmen, wie viel Gutes in einer Gemeinde geschehe: Menschen beteten füreinander, kümmerten sich um Kranke und Trauernde und stellten ihre Zeit und ihre Fähigkeiten in den Dienst der Gemeinschaft.
Vergebung trägt durch die Jahre
Mit Blick auf das Jubelpaar hob Evangelist Andreas Brühne die Bedeutung der Vergebung hervor. Sechzig gemeinsame Ehejahre seien nur möglich, wenn beide bereit seien, einander immer wieder zu vergeben. Auch in einer liebevollen Ehe könnten Worte verletzen oder Erwartungen enttäuscht werden. Entscheidend sei, dass die Liebe zum anderen größer bleibe als der Ärger über einen einzelnen Augenblick. Die Vergebung, die Gott schenke, gebe Kraft, Belastendes zurückzulassen, wieder aufeinander zuzugehen und gemeinsam neu zu beginnen.
Gut, dass wir einander haben
Vor der Segenshandlung erklang das Lied „Gut, dass wir einander haben“. Seine Worte passten in besonderer Weise zu diesem Festtag. Sie erinnerten daran, Freude und Lasten miteinander zu teilen und sich gegenseitig im Glauben zu stärken.
Das Lied wurde zu einem musikalischen Ausdruck der Dankbarkeit für die Gemeinschaft, die Gisela und Waldemar in ihrer Ehe, in ihrer Familie, im Freundeskreis und in der Gemeinde erfahren haben.
Ein erfüllter gemeinsamer Lebensweg
In einem persönlichen Rückblick erinnerte Evangelist Andreas Brühne an verschiedene Stationen aus dem Leben des Ehepaares. Ihre Beziehung begann mit großer Zuneigung und entwickelte sich zu einer Ehe, die von Liebe, Tatkraft und gegenseitiger Unterstützung geprägt war. Gisela und Waldemar gründeten eine Familie und durften Kinder und Enkelkinder erleben. Auch der gemeinsame Glaube und das Leben in der Gemeinde wurden zu wichtigen Bestandteilen ihres Weges.
Gottes Gnade bleibt
Der Segenshandlung stellte Evangelist Andreas Brühne ein Wort aus Jesaja 54,10 voran: „Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen.“ Diese Verheißung macht deutlich, dass Gottes Gnade auch dann bestehen bleibt, wenn sich Lebensumstände verändern. Sein Friede trägt durch gute und schwere Tage.
Segen für die kommende Zeit
Zur Segenshandlung traten Gisela und Waldemar Klee gemeinsam vor den Altar. Im Gebet wurde Gott dafür gedankt, dass er sie zusammengeführt, ihnen eine Familie geschenkt und sie durch sechs gemeinsame Jahrzehnte begleitet hatte.
Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, spendete Evangelist Andreas Brühne ihnen den Segen zu ihrer Diamantenen Hochzeit. Gott möge sie weiterhin begleiten, bewahren und schützen, ihre gemeinsame Zeit segnen und ihnen viele gute Tage, Freude und die notwendige Gesundheit schenken.
Der Gottesdienst endete mit einem gemeinsamen Gebet und dem Schlusssegen. Die Gemeinde gratulierte Gisela und Waldemar Klee herzlich und wünschte ihnen für die kommende Zeit Gottes Nähe und viele weitere schöne gemeinsame Augenblicke.
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