(29. Juni 2025) Leverkusen. Bei sommerlich warmem Wetter versammelte sich die Gemeinde Leverkusen zu einem besonderen Gottesdienst, der durch die musikalische Begleitung des Bezirksorchesters und des Gemeindechors eine schöne und wohltuende Atmosphäre erhielt.
Als Grundlage des Gottesdienstes diente das Bibelwort aus Jesaja 1,18: "So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Purpur, soll sie doch wie Wolle werden".
Priester Thorsten Uhlmann, Gemeindevorsteher, griff dieses Wort auf und machte deutlich, dass Gott uns nicht von oben herab richtet, sondern das Gespräch sucht. Er lädt ein zur ehrlichen Auseinandersetzung – mit sich selbst und mit ihm. Wer bereit ist, sich diesem liebevollen Ruf zu stellen, darf erfahren, dass selbst tief verwurzelte Schuld durch Gottes Gnade in Reinheit verwandelt werden kann.
Ehrliche Selbsterkenntnis – göttliche Gnade
Der Gottesdienst rief zu einer ehrlichen Bestandsaufnahme des eigenen Lebens auf. Der Prophet Jesaja zeigte seinem Volk auf, dass Äußerlichkeiten wie Opfer und Gebete ohne innere Aufrichtigkeit wertlos sind. Entscheidend ist das Herz, das in Demut vor Gott tritt. Der Vorsteher machte deutlich: Jesus Christus begegnet uns nicht mit Verdammnis, sondern mit Liebe, Gnade und Vergebung. Wer sich aufrichtig zu ihm bekennt, dem wird – sinnbildlich – das blutrote Gewand zu schneeweißer Reinheit.
Vorbereitung auf den Gottesdienst für Entschlafene
Im Blick auf den kommenden Gottesdienst für Entschlafene wurde auch an die Seelen in der Ewigkeit erinnert – jene, die nie eine Begegnung mit Christus hatten oder sich enttäuscht abgewandt haben. Auch ihnen gilt der liebevolle Ruf Gottes. Durch Gebet, Mitgefühl und Glaubenszuversicht können wir als Gemeinde dazu beitragen, dass sie Jesus Christus begegnen dürfen.
Der Geist der Wahrheit führt zur Umkehr
In Anlehnung an Johannes 14,6 („Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“) wurde betont, dass der Heilige Geist uns in Wahrheit leitet. Die Umkehr ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein fortwährender Prozess – getragen von Achtsamkeit, Gebet, Opferbereitschaft und dem Wunsch, dem Herzen Gottes nahe zu sein. Dies wurde auch im Beitrag von Priester Alius unterstrichen, der die Frage stellte: "Was liebe ich an Gott und wie sorge ich mich um sein Herz?"
Weiß wie Schnee – ein Neuanfang ist möglich
Der Gottesdienst endete mit der Zuversicht, dass Gott nicht nur bereit ist zu vergeben, sondern uns ein weißes, unbeschriebenes Blatt schenkt. Wir dürfen darauf neu schreiben – mit Liebe, Glaube, Treue und Dienstbereitschaft. Die ergreifende Atmosphäre, die durch Musik, Wort und Gebet entstand, hinterließ bei allen Anwesenden ein tiefes Gefühl der Nähe zu Gott.
Abschluss mit Segen und Dank
Mit einem kraftvollen Schlussgebet wurde Gott für seine Nähe, seine Vergebung und seine Gnade gedankt. Der Gottesdienst wurde mit dem dreifachen Amen beschlossen.
Musikalischer Ausklang und Begegnung
Im Anschluss an den Gottesdienst hatte das Bezirksorchester nach einer kurzen Pause noch eine Orchesterprobe in den Gemeinderäumen. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Ein kleines Büfett mit herzhaften Köstlichkeiten stand zur Stärkung bereit.
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