(23. November 2025). An diesem Sonntag versammelte sich die Gemeinde Leverkusen zu einem besonderen Gottesdienst. Anlass war das Mitwirken des Bezirksorchesters, das gemeinsam mit dem Gemeindechor den musikalischen Rahmen bildete und dem Gottesdienst besondere Akzente verlieh.
Musikalischer Auftakt: Ich will singen von der Gnade des Herrn
Orchester und Chor eröffneten den Gottesdienst mit der Komposition „Ich will singen von der Gnade des Herrn“ (Friedhelm Deis, 1930-2008). Die klare und kräftige Darbietung sorgte für eine eindrucksvolle Einstimmung. Bezirksevangelist Daniel Huke sprach anschließend von einem „Gänsehautmoment“, der den Gottesdienst auf schöne Weise eröffnete.
Die neue Schöpfung
Bezirksevangelist Daniel Huke predigte mit dem Bibelwort aus Offenbarung 21, 3-4: "Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen."
Hoffnung für heute und für die Zukunft
Der Dienstleiter stellte dieses Wort unter das große Thema: Gott macht alles neu - Hoffnung für heute und für die Zukunft und nahm die Gemeinde in die Verheißung einer vollkommenen Zukunft bei Gott hinein. Es sei nicht nur ein „Vertrösten“, sondern eine reale Kraftquelle im Heute. Wer an eine Zukunft bei/mit Gott glaube, lebe heute mutiger, hoffnungsvoller und getröstet. Er betonte: "Die Hoffnung auf Gottes neue Welt sei „ein radikaler Unterschied“ zu einem Leben ohne Perspektive."
Die äußeren Umstände änderten sich oft nicht – wir aber veränderten uns durch die Nähe Gottes. Gottes Zusage „Ich mache alles neu“ gelte jedem Einzelnen persönlich. Ein zentrales Bild seiner Predigt war der „veränderte Blick“: Oft sei unser Blick von irdischen Sorgen getrübt. Doch der Blick auf Gottes Zukunft bringe Kraft und Freudenmut zurück.
Das ewige Reich Gottes in der neuen Schöpfung
Priester Dennis Alius führte den Gedanken weiter und stellte die Frage, ob die Hoffnung auf Gottes Reich ein Traum oder echte Glaubensgewissheit sei. Die Antwort war klar: „Es ist eine süße Hoffnung - aber eine Gewissheit“ (weil Gott es verheißen hat).
Er erinnerte an den Unterschied zwischen alter und neuer Schöpfung: In der neuen Schöpfung gebe es kein Leid, keine Schlange, kein Böses mehr, sondern nur Freude, Gott und ewige Gemeinschaft.
Vorbereitung auf die Sakramentsspendung
Für die Vorbereitung auf die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahl trat Priester Thorsten Uhlmann, Vorsteher der Gemeinde Leverkusen, an den Altar und griff den Grundgedanken „Komm, wie du bist – denn hier ist Gnade“ auf und machte deutlich: Jeder darf, so wie er ist, vor Gott treten, mit seinen Stärken, Schwächen, Zweifeln und Sorgen. Das Abendmahl biete die Gelegenheit, neue Kraft und Orientierung aus der Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus zu empfangen. Die Begegnung mit Jesus Christus verändere nicht die äußeren Umstände, aber sie verändere uns.
Besonders eindrücklich war sein Hinweis auf das biblische Bild der vier Freunde, die das Dach abdeckten, um ihren gelähmten Freund zu Jesus zu bringen: „Ihr Glaube hat geholfen“. So bringe uns heute auch unser Glaube zu Jesus, in die Begegnung des Abendmahls.
Priester Uhlmann lud die Gemeinde ein, nun innerlich zur Ruhe zu kommen, zu reflektieren und die Gnade bewusst anzunehmen.
Freisprache, Feier des Abendmahls und Schlussakkord
Nach dem Gebet Vaterunser verkündigte Bezirksevangelist Huke die Sündenvergebung. Das Heilige Abendmahl wurde anschließend in einer ruhigen und würdigen Atmosphäre gefeiert.
Nach dem Abschlussgebet und dem dreifachen Segen sprach der Dienstleiter seinen Dank an alle Mitwirkenden aus, insbesondere an das Bezirksorchester und den Gemeindechor. Danach erklangen erneut Orchester und Chor mit dem Lied „Ich will singen von der Gnade des Herrn“, das den Gottesdienst auch am Ende musikalisch abrundete und einen stimmungsvollen Abschluss bildete.
Nach dem Gottesdienst verabschiedete sich der Dienstleiter persönlich am Ausgang von jedem Gottesdienstteilnehmer.
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