Mit dem Chorlied „Weise mir, Herr, deinen Weg“ begann am Sonntag, 8. Februar 2026, der Gottesdienst in der Gemeinde Leverkusen. Bischof Olaf Koch griff den Gedanken auf: Wir bitten Gott, uns seinen Weg zu zeigen – gerade mitten im Alltag.
Der Bischof beschrieb, wie oft wir mit klaren Vorstellungen in die kommenden Tage gehen. Das Chorlied erinnere an eine andere Haltung: nicht am eigenen Plan festhalten, sondern Gott bitten: „Weise mir deinen Weg.“ Wer sich darauf einlässt, erlebt manchmal: Es wird ein anderer Weg – und doch führt er ans Ziel.
Das Wort zum Gottesdienst: ein Ja, das trägt
Grundlage der Predigt war Matthäus 5,37: „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein.“ In einer Zeit, in der vieles erst auf Wahrheit geprüft wird, wächst die Sehnsucht nach Orientierung und Verlässlichkeit. Umso wertvoller ist eine Gemeinschaft, in der gilt: Ein Ja ist ein Ja – und ein Nein ist ein Nein. Der zentrale Impuls: „Unser Ja soll ein wahres Ja sein“ – ehrlich, ohne Zwischentöne und ohne Ausweichen.
Unser Ja zum Glauben – nicht nur „gesagt“, sondern gemeint
Konkret wurde das beim Blick auf das Glaubensbekenntnis und das Heilige Abendmahl als Bekenntnismahl. Wir bekennen uns zu Jesus Christus – zu seinem Opfer, seiner Auferstehung und seiner Wiederkunft. Dieses Ja soll nicht nur Gewohnheit sein, sondern Zustimmung des Herzens.
Gottes Ja zu uns ist absolut verlässlich
Tröstlich ist die andere Seite: Gottes Ja. Was Christus zusagt, ist zuverlässig – nicht nur „gut gemeint“. Selbst wenn wir scheitern, bleibt er geduldig; zu seinem Opfer und seinem Ja steht er.
Vergebung im Großen – und im Kleinen
Ein Gedanke blieb besonders hängen: In großen Dingen zeigen Menschen oft, wie sie gesehen werden möchten – in kleinen Dingen, wie sie wirklich sind. Darum zeigt sich Wahrhaftigkeit im Alltag: im Tonfall, in Geduld, Fairness und Versöhnungsbereitschaft. So wird Vergebung greifbar – bei Schwerem wie auch bei Kränkungen, Ungeduld oder Missverständnissen.
Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl: „Hast du mich lieb?“
Zur Abendmahlsfeier lenkte der Bischof den Blick auf Jesu Begegnung mit Petrus nach dessen Versagen. Kein erhobener Zeigefinger, sondern die entscheidende Frage: „Hast du mich lieb?“ So ruft Jesus auch uns: zur Umkehr, zur Gnade und zur erneuerten Beziehung.
Mit Gebet und Segen beschloss Bischof Olaf Koch diesen Gottesdienst.
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