Gemeindeverbund/Velbert-West. Am Abend des 20. November feierte Bischof Olaf Koch mit dem Gemeindeverbund Velbert den Buß- und Bettag in Velbert West. Über 60 Besucher aus den drei Standorten Mitte, Langenberg und West kamen zusammen, um in Besinnung und Gemeinschaft diesen besonderen Tag zu begehen.
Der angekündigte Schneefall im Bergischen Land hielt einige der älteren Gemeindemitglieder vom Besuch des Gottesdienstes vor Ort ab. Viele davon nutzen daher das Angebot der Video-Übertragung.
Ein Abend voller Besinnung und Gebet
Der Chor des Gemeindeverbundes eröffnete den Gottesdienst zum Buß- und Bettag mit dem bekannten Choral „Ich will beten, du wirst hören“ (aus dem Chorbuch der Neuapostolischen Kirche, Nr. 150). Diese musikalische Einstimmung ließ den Bischof Koch näher auf das gesungene Lied eingehen.
In seinem Auftakt knüpfte der Bischof an die Vielfalt der anwesenden Gemeinde an. Unterschiedliche Altersgruppen, Hintergründe und Lebensumstände prägten die Gemeinde – und spiegelten sich auch in den Gebeten wider. „Die Gebete der Gläubigen sind so vielfältig wie die Menschen selbst“, betonte er. Auch wenn die Erhörung der Gebete nicht immer unmittelbar spürbar sei, sollten wir uns auf die Gewissheit verlassen: „Gott ist da – er hört dich!“
Der gnädige Gott
„Wer sich Gott oder Jesus Christus zuwenden möchte, muss seine eigene Bedürftigkeit erkennen.“ führte Bischof Koch weiter aus. Dabei ginge es nicht nur darum, begangene Fehler zu bereuen und Besserung zu geloben. Vielmehr stehe die Einsicht im Mittelpunkt, dass man auf Gottes Hilfe und die Erlösung durch Jesus Christus angewiesen sei. Buße bedeutet in diesem Sinne keine Demütigung, sondern eine bewusste Hinwendung zu Gott.
Rückbesinnung auf Gott
Bezirksevangelist Roland Blome rief in seinem Predigtbeitrag am Buß- und Bettag dazu auf, sich bewusst auf Gott zu besinnen. Dabei stellte er zwei zentrale Fragen. Zunächst: „Wer ist unser Gott?“ Seine Antwort gliederte er in drei Kernpunkte: 1.) Gott ist unser Ursprung. 2) Gott ist unsere Gegenwart. 3.) Gott ist unsere Zukunft.
Daran, so Bezirksevangelist Blome, müsse sich unser Glaube ausrichten, um uns zu richtigen Entscheidungen zu führen.
Die zweite Frage lautete: „Wer sind wir?“ Seine prägnante Antwort: „Seine heilsbedürftigen Kinder.“ Damit, so der Bezirksevangelist, sei unsere Stellung und Beziehung zu Gott treffend beschrieben.
Der Gottesdienst brachte diese zentrale Botschaft auf eindrückliche Weise nahe und schaffte Raum für Besinnung und Hoffnung.
Buß- und Bettag
Der Buß- und Bettag ist ein evangelischer Feiertag. Er gehört zu den sogenannten beweglichen Feiertagen und wird jedes Jahr am Mittwoch nach dem Volkstrauertag und vor dem Ewigkeitssonntag begangen, in diesem Jahr am 20. November. 1995 wurde der Buß- und Bettag als gesetzlicher Feiertag zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern außer in Sachsen abgeschafft.
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