Zum letzten Kindergottesdienst 6–9 des Jahres kamen am 9. November 2025 die Kinder und ihre Begleiter des Bezirks Bergisches Land zusammen. Gemeinsam gingen sie der Frage nach: „Warum gehe ich in die Kirche?“ Mit Geschichten, Liedern und einem anschaulichen Experiment wurde erlebbar, dass man Gott zwar nicht sehen, aber sehr wohl spüren kann. Ein Vormittag voller Freude, Nachdenken und Gemeinschaft – wie zu Hause bei Gott.
Ein Haus aus vielen Bausteinen
Unter dem Thema „Warum gehe ich in die Kirche?“ versammelten sich Kinder und Begleiter des Bezirks Bergisches Land zum Kindergottesdienst in Wuppertal-Vohwinkel.
Zu Beginn sprachen die Kinder darüber, was ihr Zuhause ausmacht und was ihnen dort wichtig ist. Schnell entdeckten sie Parallelen zur Kirche – denn auch dort fühlt man sich geborgen, angenommen und zugehörig. In Gruppenarbeit hielten die Kinder ihre Gedanken auf bunten Karten fest. Diese wurden als „Bausteine“ an ein vorbereitetes Kirchenbild am Altar geheftet.
Doch es gab auch graue Steine mit Aufschriften wie „müde“ oder „keine anderen Kinder da“. Diese störten das Gesamtbild – und so wurden sie nach und nach durch bunte Steine ersetzt: gemeinsam wurde die Kirche wieder schön.
Von Jesus lernen
Das Bibelwort des Gottesdienstes lautete aus Lukas 2, Vers 49: „Wusstet ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?“
Im Mittelpunkt stand die Geschichte vom zwölfjährigen Jesus im Tempel. Er fühlte sich dort ganz zu Hause – hörte zu, stellte Fragen und war mitten unter den Lehrern. Auch die Kinder erkannten: So wie Jesus damals, dürfen auch sie in der Kirche Gottes Nähe erleben und Fragen stellen.
Gott kann man spüren
Evangelist Frank Schöb stellte die Frage: „Wer hat den lieben Gott schon einmal gesehen?“ Als sich niemand meldete, schlussfolgerte er mit einem Augenzwinkern: „Dann gibt es ihn wohl nicht!“ – ein Aufschrei unter den Kindern!
Daraufhin zündete er ein Teelicht an und fragte: „Wer kann die Wärme sehen?“ Niemand – und doch wussten alle, dass sie da ist. „So ist es auch mit Gott“, erklärte er. „Wir können ihn nicht sehen, aber wir spüren seine Wärme – besonders im Gottesdienst.“
Gemeinsam Kirche gestalten
Priesterin Maike Sacher griff in ihrem Predigtbeitrag die „Störsteine“ noch einmal auf und sprach mit den Kindern darüber, was man tun kann, wenn Zweifel oder Müdigkeit das Glaubensleben beschweren.
Diakonin Heike Mantik verglich die Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl mit einer Reinigung – etwas, das guttut und notwendig ist. Nach Gebet und dreifachem Segen erklang schließlich das fröhliche „Happy Birthday“ für die Geburtstagskinder – ein schöner Abschluss eines liebevoll gestalteten Vormittags.
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