Am Samstag, dem 30. Mai 2026, machten sich Mitglieder der Kirchengemeinde Leichlingen auf den Weg zu einem ganz besonderen Ausflugsziel im Herzen des Ruhrgebiets. Trotz der typischen Herausforderungen bei der Parkplatzsuche vor Ort, die der Beliebtheit des Ziels geschuldet waren, erreichten alle wohlbehalten und voller Vorfreude das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum.
Über das Deutsche Bergbau-Museum Bochum
Das weltweit größte Bergbau-Museum ist zugleich ein renommiertes Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen. Mit seinem markanten, weithin sichtbaren Förderturm prägt es das Stadtbild Bochums und steht wie kaum eine andere Institution für die Bewahrung und Erforschung der montan historischen Geschichte. Es ist ein zentraler Anlaufpunkt, um das industrielle Erbe Deutschlands lebendig zu halten.
Ein Kulturgut von historischer Bedeutung
Der Bergbau hat das Ruhrgebiet über Jahrhunderte hinweg geprägt wie kein anderer Industriezweig. Er schuf nicht nur Arbeitsplätze und Wohlstand, sondern formte eine ganz eigene Identität, Kultur und den ausgeprägten Zusammenhalt der Menschen in der Region. Das Museum vermittelt dieses bedeutende historische Erbe auf eindrucksvolle Weise und macht greifbar, wie tief die Wurzeln der heutigen Gesellschaft im sprichwörtlichen „Boden“ verankert sind.
Faszination unter Tage: Das Anschauungsbergwerk
Der Höhepunkt des Besuchs war zweifellos die geführte Besichtigung der unterirdischen Schachtanlage. Bereits die simulierte Fahrt mit dem Förderkorb, die die Gruppe optisch und akustisch in eine Tiefe von 1200 Metern versetzte, sorgte für staunende Gesichter. Tatsächlich befindet sich das Anschauungsbergwerk in rund 20 Metern Tiefe, erstreckt sich jedoch über ein imposantes, rund 1,2 Kilometer langes Streckennetz, das einem realen Bergwerk detailgetreu nachempfunden ist. Während des Rundgangs konnten gewaltige, schwere Maschinen aus nächster Nähe besichtigt werden.
In guter neuapostolischer Tradition war es den Besuchern ein tiefes Bedürfnis, einen Moment des stillen Gedenkens für die im Laufe der Jahrhunderte verunglückten und verstorbenen Kumpel einzulegen.
Kultureller Ausklang und kulinarische Tradition
Nach der intensiven Führung blieb den Teilnehmern genügend Zeit, die weitläufigen Ausstellungsflächen des oberirdischen Museumsbaus auf eigene Faust zu erkunden und die Eindrücke zu vertiefen. Ein rundum gelungener Ausflug ins Ruhrgebiet verlangt natürlich auch nach einem stilechten Abschluss.
So ließ die Ausflugsgruppe den Tag in gemütlicher Runde bei traditioneller Bergmannskost ausklingen: Ob das klassische „Ruhrpott-Carpaccio“ – eine echte Currywurst mit "Pommfritz" in der Keramikschale – oder der deftige „Bremsklotz“ (Frikadelle) direkt aus dem traditionellen Henkelmann: Für das lebendige Heimatgefühl war bestens gesorgt. Ein kühles, passendes „Pilsken“ durfte dabei zur Erfrischung natürlich nicht fehlen.
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