Am Mittwoch, 21. Juni 2023, besuchte Apostel Wolfgang Schug die Gemeinde Wülfrath. Die Gemeinde Mettmann war auch zu diesem Gottesdienst eingeladen.
Als Grundlage des Gottesdienstes diente das Bibelwort aus 1. Könige 17, 16: "Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte nichts nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch Elia." Dieses Bibelwort hatte der Stammapostel wenige Tage zuvor in Afrika verwendet.
Zu Beginn des Gottesdienstes wies der Apostel darauf hin, dass wir zum Herrn kommen, Platz an seinem Altar nehmen und ihn loben und anbeten sollen. Die Gemeinde ist für die Gestaltung des Gottesdienstes zuständig, nicht der Dienstleiter. Der Dienstleiter ist lediglich ein Werkzeug in der Hand Gottes für seine Gemeinde.
Im Verlauf des Gottesdienstes ging der Apostel auf das Leben des Propheten Elia ein. Als Prophet hatte Elia viel erlebt. Unter anderem kämpfte er gegen die Baals-Priester und ging mit Gottes Hilfe aus diesem Kampf als Sieger hervor. Nach diesem Kampf war Elia auf der Flucht vor Isebel, lag unter einem Ginsterbusch und wollte nicht mehr leben. Man würde heute sagen, er war depressiv. In dieser schweren Zeit kam ein Engel zu ihm, gab ihm Speise und forderte ihn auf, sich auf den Weg zu machen. Elia tat, wie ihm gesagt wurde. In seinem Leben erlebte er auch eine Zeit der Dürre. Auf Gottes Geheiß ging Elia an den Bach Krit, um daraus zu trinken, und Gott versorgte ihn dort durch Raben mit Nahrung. Als der Bach austrocknete, bekam Elia den Auftrag, nach Sarepta zu gehen, denn dort sollte er einer Witwe begegnen, die ihm zu Essen geben würde. Als er der Witwe dort begegnete, forderte er sie auf, ihm etwas zu Essen und Trinken zu geben. Die Witwe erwiderte, dass sie nur noch ein wenig Mehl und Öl habe und damit eine Mahlzeit für sich und ihren Sohn zubereiten wollte, bevor sie sterben. Dennoch forderte Elia sie auf, ihm zuerst von der Speise zu geben.
Auch uns geht es oft wie Elia. Wir müssen durch viele Dürren des Lebens hindurchgehen, erleben möglicherweise Ungerechtigkeiten im Alltag. Wir bleiben davon nicht verschont.
Gott kümmert sich um die Menschen, die tun, was er von ihnen erwartet. Sie werden im Gottesdienst durch das Wort Gottes und durch die Gemeinschaft mit dem Nächsten gestärkt. Sie erhalten Kraft durch die Gemeinschaft mit Gott im Heiligen Abendmahl. Wichtig ist es den eigenen Standpunkt zu verlassen und nach dem Willen Gottes zu fragen.
Bezirksevangelist Roland Blome ergänzte die Predigt mit einem Wortbeitrag.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurde Priester Lutz Große zum Vorsteher der Gemeinde Wülfrath beauftragt. Priester Eric Scheibelhut und Diakon Volker Götte wurden in den Ruhestand versetzt. Für die Gemeinde Mettmann wurden Diakon Andreas Gahr und Diakonin Julia Hering ordiniert. Diakon Büscher wurde für die Gemeinde Heiligenhaus bestätigt.
24. Juni 2023
Text:
Guido Berkholz,
Redaktion
Fotos:
Karl A.