280 Kilometer weit weg zur Jugendfahrt Stellendam/Solingen. Knapp 20 Jugendliche und Betreuer aus der Gemeinde Solingen-Ohligs machten sich über das Pfingstwochenende 2018 auf. Grund war eine Jugendfahrt – diesmal nach Stellendam an der niederländischen Nordseeküste.
Mit einiger Verzögerung durch Staus kamen die Jugendlichen am Freitagabend, den 18. Mai 2018 in Stellendam an und wurden direkt von den Ohligser Jugendbeauftragten mit einem großen Grillbuffet empfangen. Auch am Samstagmorgen war eine ausreichende Verpflegung sichergestellt: Ein Diakon der örtlichen Kirchengemeinde in Spijkenisse brachte den Jugendlichen frisch gebackene Brote.
Museum über 1836 Flutopfer
Das Watersnoodmuseum in Ouwerkerk, welches über die Flutkatastrophe 1953 informiert, besuchten die Ohligser Jugendlichen am Samstagvormittag. Die Ausstellung befindet sich selbst in einem Caisson, das zur provisorischen Schließung eines Deichbruchs im Rahmen der Katastrophe mit 1836 Toten diente.
Nachmittags gingen die jungen Gläubigen in einer Jugendstunde der Frage auf den Grund, wie es gelinge, Gabe Heiligen Geistes mehr wirken zu lassen. Das Fazit war klar: Zunächst sei der Wille notwendig, dass der Heilige Geist wirken soll. Anschließend wurden in einer Jugendchorprobe englisch- und niederländischsprachige Lieder einstudiert, die im darauffolgenden Pfingstgottesdienst in Spijkenisse vorgetragen wurden.
Eingeladen zu Pulled Pork und Pfannkuchen
Den ganzen Samstag über begleiteten die Ohligser zwei Jugendliche aus der Spijkenisser Gemeinde. Die Eltern luden am Abend zu sich Nachhause ein und reichten unter anderem Brötchen mit Pulled Pork und Pfannkuchen. Bevor die Ohligser sich wieder auf den Weg zu ihren Unterkünften machten, wurden einzelne Lieder mit Keyboard-Begleitung gesungen. Doch wieder angekommen an den Unterkünften war der Abend für viele noch nicht vorbei: Bis in die Nacht hinein tauschten sich die Jugendlichen im großen Kreis bei Getränken und entspannter Stimmung aus.
Sonntags machten sich die Jugendlichen zum Gottesdienst in die nächstgelegene Gemeinde nach Spijkenisse auf. Die frühe Ankunft am Kirchengebäude blieb jedoch aus: Mitten auf der Strecke war eine Schleusenbrücke angehoben, sodass die Ohligser mit ihren Autos nicht passieren konnten. Die entstandene Wartezeit von rund 10 Minuten blieb jedoch nicht ungenutzt: Viele stiegen aus ihren Autos und unterhielten sich am Straßenrand miteinander. „Wir müssen dem Heiligen Geist in uns Raum geben!“, lautete die Kernaufforderung im Pfingstgottesdienst. Im Anschluss hatte die örtliche Gemeinde die Jugendlichen noch zu einem reichhaltigen Brunch eingeladen.
Sonniges Wetter für den Strand
Warme Temperaturen und Sonnenschein lockten die Jugendlichen am Sonntagnachmittag an den Strand, wo sie mehrere Stunden verweilten. Die Zeit nutzten sie, um sich zu sonnen und Beachvolleyball zu spielen. Bei einem Siedlungsfest konnten abends Fleisch und Pommes Frites verzehrt werden. Neben Gesprächsmöglichkeiten bot sich die Möglichkeit zum Frisbee-Spiel. Erneut blieben die Jugendlichen an diesem Abend bis weit nach der Dämmerung im großen Kreis zusammen.
Warme Temperaturen konnten auch am Montagmorgen wahrgenommen werden: Viele der Jugendlichen frühstückten im Freien. Vor der Abreise, die diesmal ohne nennenswerte Staus erfolgte, nutzten einige das Wetter, um noch einmal an den Strand zu fahren.
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