Am Sonntag, dem 20. September 2026, feierte die Gemeinde Solingen-Ohligs einen festlichen Gottesdienst mit ihrem Gemeindevorsteher und erlebte die Heilige Wassertaufe eines Kleinkindes. In diesem Gottesdienst stand zunächst das Bibelwort aus 5. Mose 28, Verse 2 im Mittelpunkt: „Und es werden über dich kommen alle diese Segnungen, und sie werden dich treffen, weil du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorsam gewesen bist.“ .
Neues Verständnis von Segen durch Jesus Christus
Priester Denis Grossmann stellte heraus, wie wunderbar dieses Wort zu der anstehenden Taufe passte. Er erinnerte daran, dass die Gläubigen zur damaligen Zeit den Segen Gottes häufig unmittelbar mit dem irdischen Leben verbanden. Gute Taten würden von Gott beispielsweise mit Gesundheit und ausreichender Versorgung belohnt, während schlechte Taten entsprechende Strafe nach sich zögen.
Jesus Christus, so führte er weiter aus, habe uns zu einer tieferen Erkenntnis geführt. Gott sei kein strafender Gott und sein Segen bedeute nicht zwangsläufig, dass es uns im irdischen Leben besser gehe. Gottes Segen führt vielmehr zu ihm hin und hat ewige Bedeutung und Auswirkung. Segen Gottes ist alles, was uns zum ewigen Leben in der Gemeinschaft mit Gott dient.
Der Herr ist mein Hirte: Schutz und Beistand für Elli
Nach dem Vaterunser und der Sündenvergebung kamen Fabian und Carina mit ihrer kleinen Tochter Elli vor den Altar. Das eigens für diesen besonderen Anlass erbetene Bibelwort stammte aus Psalm 23, Verse 1 und 6: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“
In seiner Ansprache machte Priester Grossmann deutlich, dass Gott die kleine Elli von Anbeginn kennt und um alle ihre Wege weiß. Der Herr ist auch ihr Hirte. Wie ein Hirte seine Schafe beschützt, für sie sorgt und nur das Beste für sie möchte, so begleitet Gott auch Elli. Seine Liebe und Güte sollen sie Tag für Tag auf ihrem Lebens- und Glaubensweg begleiten.
Die Vorbildrolle der Eltern im Glauben
Auch die besondere Aufgabe der Eltern wurde hervorgehoben: Sie dürfen Elli dabei unterstützen, Gott und Jesus Christus kennenzulernen. Durch ihr Vorbild könnten sie ihr zeigen, dass sie sich auf Gott verlassen, ihm vertrauen und sich seiner Liebe gewiss sein kann. Dazu gehörten das gemeinsame Gebet, Gespräche über Gott und das Erzählen von Jesus Christus.
So wurde in der Taufe auf besondere Weise deutlich, was bereits im Bibelwort für den Gottesdienst angeklungen war: Gottes Segen begleitet Elli und führt sie auf ihrem Weg hin zur ewigen Gemeinschaft mit Gott.
Nach der Ansprache an die Taufeltern erfolgte die Wassertaufe im Namen des dreieinigen Gottes und der Taufsegen.
Ausklang des Gottesdienstes
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls endete der bewegende Gottesdienst mit dem Gebet und dem trinitarischen Segen.
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