Am Sonntag, dem 12. Juli 2026, erlebte die neue Gemeinde Velbert einen besonderen Gemeindesonntag. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand neben der Gemeinschaft im großen Kreis die Spendung der Heiligen Wassertaufe an ein Kleinkind. Für die Gemeinde sowie für die mitgereisten Familienangehörigen, Freunde und Gäste des Täuflings entfaltete sich dieser Morgen zu einem Fest des Glaubens und der Freude über die göttliche Zuwendung in der Taufe.
Jesus im eigenen Lebensschiff aufnehmen
Priester Philipp Nehring eröffnete die Predigt mit einem Rückblick auf den Gottesdienst des Bezirksapostels am vorangegangenen Mittwoch in Wuppertal-Elberfeld, dem das Bibelwort aus Markus 6, 50b–51a zugrunde lag. Der Bericht schildert, wie Jesus auf dem Meer zu seinen Jüngern kommt. Angeregt durch das dortige Lied der Sänger, schlug der Bezirksapostel eine Brücke zur Windkraft: So wie Wind in nutzbare Energie umgesetzt werden müsse, so verhalte es sich im Glauben mit dem „Geisteswind aus Himmelshöhen“. Passend dazu rief Priester Nehring die Gemeinde auf: „Nimm Jesus in dein Lebensschiff.“ Unabhängig von den Stürmen des Lebens schenke die Anwesenheit Jesu tiefe Ruhe, Frieden, Geborgenheit und Sicherheit.
Vom Kommen und Wachsen des Reiches Gottes
Der weitere Gottesdienst, gestaltet von den Priestern Philipp Nehring und Andreas Amthor, gründete auf dem zentralen Vers aus der Bergpredigt: „Dein Reich komme“ (Matthäus 6, 10). Die Verkündigung des Reiches Gottes stand im Zentrum des Wirkens Jesu. Dieses Reich ist in Christus angebrochen und in seiner Kirche gegenwärtig; die Bitte um sein Kommen richtet sich auf die heilsgeschichtliche Vollendung. Ergänzend führte Priester Amthor aus, dass sich das Reich Gottes auch im Inneren des Menschen ausbreiten solle. Dies bezeuge Jesu Wort, dass das Reich Gottes bereits mitten unter uns sei (vgl. Lukas 17, 21). Nach dem gemeinsamen Vaterunser folgten die Freisprache und das Opfergebet.
Aufnahme in die Kirche Christi und göttliche Nähe
Mit dem gemeinsamen Lied „Gott, der du alles Leben schufst“ wurde die Taufhandlung eingeleitet. Die Eltern hatten um das Sakrament für ihren neugeborenen Sohn Klemens gebeten, und seine beiden älteren Schwestern durften die feierliche Handlung aus nächster Nähe am Altar miterleben.
In seiner Ansprache legte Priester Nehring das Geleitwort aus Apostelgeschichte 2, 38 zugrunde: „…Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“ Er verwies auf Jesu Gespräch mit Nikodemus über die Wiedergeburt aus Wasser und Geist (vgl. Johannes 3). Mit der Wassertaufe werde der erste Schritt vollzogen: die Aufnahme des Täuflings in die Kirche Christi und die Begründung eines besonderen Näheverhältnisses zu Gott. Nach der feierlichen Weihe des Taufwassers spendete der Priester dem kleinen Klemens die Taufe im Namen des dreieinigen Gottes sowie den anschließenden Taufsegen.
Ein feierlicher musikalischer Schlussakkord
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls, dem Schlussgebet und dem dreifachen Segen wartete eine besondere Überraschung auf die Gemeinde. Solistin Vivien Götte (Sopran) und Hella Silva-Brands (Klavier) trugen das englische Segenslied „A Clare Benediction“ vor (bekannt aus dem Jugendliederbuch „Dich loben wir“, Nr. 66). Die beiden Musikerinnen hatten – zusammen mit dem Gemeindechor - bereits zu Beginn des Gottesdienstes mit dem Werk „Einstens las ich von einer Stadt Salem“ (NAK-Chorbuch Nr. 409) für einen würdevollen Rahmen gesorgt.
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