Am Sonntagvormittag, dem 5. Oktober 2025, feierte der Gemeindeverbund Velbert in der Kirche Velbert-Mitte einen festlichen Erntedankgottesdienst. Bereits am Vortag hatten Jung und Alt den Altar liebevoll mit zahlreichen Gaben aus Feld, Garten und Küche geschmückt – sichtbare Zeichen für das, was Gott wachsen und gedeihen lässt. Am Erntedanksonntag bringen Christen so ihren Dank für Gottes Treue und Fürsorge in seiner Schöpfung zum Ausdruck.
Unsere Dankbarkeit zeigen
Hirte Karsten Lemke, Vorsteher des Gemeindeverbundes, leitete den Erntedankgottesdienst. Seiner Predigt legte er das Bibelwort zugrunde:
„Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ (Kolosser 3,17). Er begann seine Predigt mit dem Hinweis auf den reich geschmückten Altar – ein Ausdruck der Dankbarkeit für die Vielfalt der Gaben der Schöpfung. Es gelte, diese Gaben Gottes wertzuschätzen, indem wir die Schöpfung bewahren und achtsam mit dem, was uns anvertraut ist, umgehen.
Im Namen Jesu handeln
Dieses Bewusstsein für die irdischen Gaben sollte uns dazu anregen, auch mit den Gaben des Gottessohnes – den Sakramenten und dem Evangelium – sorgsam umzugehen. Dankbarkeit zeige sich darin, dass wir die Gottesdienste besuchen, Gemeinschaft pflegen und aktiv am Gemeindeleben teilnehmen. Wir handeln in seinem Namen, wenn wir Gutes tun, seine Liebe bezeugen und unseren Beitrag zur Entwicklung der Kirche leisten.
Kinder gestalten den musikalischen Auftakt
Für die musikalische Einleitung der weiteren Predigtbeiträge hatten sich die Kinder der Vor- und Sonntagsschule etwas Besonderes einfallen lassen. Sie sangen mit rhythmischer Trommelbegleitung das bekannte Kinderlied „Hast du heute schon Danke gesagt“ (Lied Nr. 6 aus dem Kinderliederbuch der NAK „Stimmt mit ein“). Der stimmungsvolle Beitrag wurde von der Gemeinde mit spontanem Applaus gewürdigt.
Predigtbeiträge der Priester
Priester Reiner Krempf griff die im Lied gestellte Frage auf und erläuterte, dass Dankbarkeit – oder deren Fehlen – ein Indikator für die persönliche Beziehung zu Gott sei. Anhand der ersten Strophe des Eingangsliedes „Nun danket alle Gott, mit Herzen, Mund und Händen …“ (NGB Nr. 256) vertiefte er den Dreiklang des Dankens: innere Haltung, Lobpreis Gottes und tätiges Handeln.
Priester Jochen Ilsche ging in seinem Beitrag auf die Verse 12 und 13 des Kolosserbriefs ein: „So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander …“ Er betonte die Bedeutung dieser christlichen Tugenden und appellierte, sie bewusst „anzuziehen“ und im Alltag zu leben.
Priester Michael Boldt beleuchtete in seinem Predigtbeitrag das Thema Wertschätzung von Geschenken. Manche Geschenke, so führte er aus, gerieten rasch in Vergessenheit, während andere – oft kleine, persönliche Gaben – bleibenden Wert hätten. Daraus leitete er die Frage ab, wie wir die Gaben und Geschenke Gottes wahrnehmen und würdigen.
Namen und Wesensmerkmale Jesu
Vor der Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahls präsentierten die Kinder ihre Ergebnisse aus einer kleinen Aktion: Sie hatten Namen und Wesensmerkmale für den Sohn Gottes gesammelt – darunter Bräutigam, Erlöser, Friedensstifter, guter Hirte, Heiland, Heiliger, Herzensmensch, Jesus Christus, König, Liebe, Menschensohn, Messias, Retter, Tröster. Diese Begriffe standen auf weißen Kartonkarten, mit denen die Kinder sich vor den Altar stellten – eine beeindruckende und bewegende Darstellung der Vielfalt göttlicher Eigenschaften.
Dreifacher Segen und gemeinsamer Ausklang
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls schloss der Vorsteher den besonderen Gottesdienst mit Gebet und trinitarischem Segen.
Im Anschluss waren alle Besucher zu einem Brunch im Untergeschoss der Kirche eingeladen. Alle Gemeindebereiche trugen zu einem reichhaltigen Buffet mit süßen und herzhaften Speisen bei. Die frisch gebackenen Waffeln – von Kindern der Sonntagsschule ausgegeben – rundeten das Bild einer lebendigen, aktiven Gemeinde ab.
Gemeinde schmückte den Altar für Erntedank
Bereits am Vortag hatten sich die Kinder – wegen des starken Regens erst am Nachmittag – auf den Weg gemacht, um in einem nahegelegenen Waldstück Kastanien zu sammeln. Mit diesen Kastanien formten sie vor dem Altar das Wort „DANKE“. Viele weitere Gaben der Natur kamen hinzu und vermittelten ein eindrucksvolles Bild dessen, was der „göttliche Garten“ für die Menschen bereithält.
Erntedank 2025 - Altar Gemeindeverbund Velbert
7. Oktober 2025
Text:
Reiner Krempf
Fotos:
Reiner Krempf,
Ariane N. Krempf-Klinkemer
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
