(27. Februar 2022) Velbert-West. Bischof Ulrich Götte nutzte eine Lücke in seinem Terminkalender und besuchte außerplanmäßig die Gemeinde Velbert-West.
Der heutige Sonntagsgottesdienst diente der Vorbereitung auf den Gottesdienst für Entschlafene am kommenden Sonntag. Aufgrund der aktuellen Kriegssituation in Europa sehnten sich alle Menschen in den betroffenen Gebieten nach Ruhe und Frieden. Auch wir als Christen suchten deshalb die Nähe zum Altar Gottes, um den göttlichen Frieden zu empfangen. Der Ausschnitt aus unserem Bibelwort „…zur Erkenntnis der Wahrheit kommen…“ würde gerade jetzt Fragen aufwerfen.
Gemeindegebet
Die weitere Predigt des Bischofs stand ganz im Zeichen des Bibelwortes aus 1.Timotheus 2, 3-6. Das 2. Kapitel ist mit „Gemeindegebet“ überschrieben. Der Brief ermahne dazu, im Gottesdienst das Gebet nicht zu vernachlässigen: Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung bedeute das Gebet als Ganzes. Der Gemeinde wird geboten, für alle Menschen zu beten und Fürbitte zu leisten. Gott möchte, dass alle Menschen Zugang zum Heil haben. Das Heil würde den Gerechten angeboten, aber auch jenen, die gegen die Gebote verstoßen hätten (z. B. die Ehebrecherin, der korrupte Zachäus, der Schächer am Kreuz). Jesus betete sogar für das Heil seiner Peiniger. Jesus bringe Heil den Lebenden und den Toten.
Wir sollten in Fürbitte für alle Menschen eintreten, für die Lebenden und die Toten. Dabei soll uns bewusst sein, dass Jesus der Mittler zwischen Gott und den Menschen ist.
Feindesliebe
Bezirksevangelist Roland Blome erinnerte in seiner Co-Predigt an den Gottesdienst vom vergangenen Mittwoch. Wir sollten uns auf Gutes, auf Liebe und Barmherzigkeit ausrichten, in der Hoffnung, so auch dem Ungerechten, Gewalttätigen, also dem Feind, ein Beispiel für ein anderes Handeln zu geben. Solche Taten könnten andere Menschen vielleicht in Erstaunen versetzen. Andererseits könne sich ein Mensch, der Böses tut, ändern; ein Feind müsse kein Feind bleiben. Denn wenn Gottes Reich kommt, dann spielten Vergeltung und Schadenersatz keine Rolle mehr; dann wären die Streitereien vergessen und Liebe träte an ihre Stelle.
Nach dem Gottesdienst verabschiedete sich unser Bischof herzlich und zugewandt von den Gottesdienstbesuchern.
27. Februar 2022
Text:
Reiner Krempf
Fotos:
Reiner Krempf
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