Am Mittwochabend, dem 15. Oktober 2025, besuchte Apostel René Follmann außerplanmäßig den Gemeindeverbund Velbert in Velbert-Mitte. Ausgehend vom Bibelwort aus Jona 4, 1–3 sprach er über das Wirken des Propheten Jona und dessen Umgang mit Gottes Willen. Dabei machte der Apostel deutlich, welche Lehren und Handlungsoptionen sich daraus für den heutigen gläubigen Menschen ergeben.
Jona - ein Bote Gottes mit Vorbehalten
Der Prophet Jona wird im Alten Testament als ein widerwilliger Bote Gottes beschrieben. Gott beauftragt ihn, nach Ninive zu gehen und die Menschen dort zur Umkehr zu rufen, doch Jona flieht zunächst vor diesem Auftrag, weil er Gottes Barmherzigkeit gegenüber den Feinden Israels nicht nachvollziehen kann. Nach seiner Flucht wird er von einem großen Fisch verschlungen und erst nach drei Tagen wieder an Land gespien, woraufhin er Gottes Auftrag doch erfüllt. Als die Bewohner Ninives Buße tun und Gott ihnen vergibt, reagiert Jona zornig und enttäuscht. Seine Beziehung zu Gott ist daher von Spannung geprägt – zwischen Gehorsam und Widerstand, aber auch von der Erfahrung, dass Gottes Gnade größer ist als menschliches Verständnis.
Gottes Errettung durch Buße und Glauben
Apostel Follmann leitete aus der Jona-Geschichte eine zentrale Frage ab: „Wie reagieren wir, wenn Gottes Gnade weiter reicht, als wir wollen?“ Die Antwort darauf lautete: „Wir sollten keinen Anstoß an der Gnade nehmen, die Gott auch Sündern schenken will. Denn auch wir verdanken unsere Errettung allein der Gnade Gottes.“ Der Apostel betonte, dass es nicht vergeblich oder sinnlos sei, das Evangelium zu verkünden. Der Heilige Geist erinnere stets daran, dass zum Erlangen des Heils der Weg der Buße und des Glaubens an Jesus Christus notwendig sei – und das gelte für alle Menschen gleichermaßen.
Vorbereitung der sakramentalen Handlung
In der Vorbereitung auf die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl vertiefte Hirte Karsten Lemke den Gedanken der Buße. Selbstreflexion und aufrichtige Reue führten, so der Hirte, zur Erkenntnis der eigenen Heilbedürftigkeit. Der Gottesdienst endete nach der Feier des Heiligen Abendmahls mit Gebet und dem trinitarischen Segen.
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