(22. September 2024). An diesem Sonntagnachmittag fand in Hochdahl der letzte Gottesdienst mit Aussegnung des Kirchengebäudes und des Jugendseminar-Gebäudes statt. Den Gottesdienst und die Aussegnung führte Apostel René Follmann durch. Weil die Räumlichkeiten wegen behördlicher Anordnung nicht mehr benutzt werden durften, fand der Gottesdienst "open air" im Garten statt.
Priester in Ruhe Jürgen Taday hat die Kernaussagen und -botschaften des Gottesdienstes nachfolgend zusammengefasst:
Predigt Apostel Follmann
Heute ist der Gottesdienst ganz anders! Der liebe Gott ist aber da! Es ist heute ein anderer Rahmen, aber es kommt auf die Gemeinschaft an. Es geht um die Menschen. Hier wurde Pionierarbeit geleistet und Menschen haben zum Wort Gottes "ja" gesagt.
Den Gottesdienst wird man lange in Erinnerung halten. Heimatempfinden ist vorhanden – da schlägt das Herz. Wir erinnern uns an die Geschichte der Gemeinde. Wir wollen uns aber mehr an die Menschen erinnern.
Himmelreich! Wir wollen uns Gott zuwenden und nach seinem Wort ausrichten. Das ist ein Dauerprogramm – Glauben und folgen. "Gehet hin" ist ein Auftrag. Wir sollen 7 x 24 Stunden Christ sein. Da gibt es keinen Schalter. Das Christsein müssen wir bekennen und begeistert sein. Wir müssen nicht auf dem Marktplatz von unserem Glauben sprechen, aber im Alltag suchen wir Möglichkeiten. Unser Gesprochenes soll im Einklang mit unserer Tat stehen. Wir sind Realisten und wissen, dass die Annahme des Glaubens in der Menschheit weniger und schwieriger wird. Die Annahme liegt bei jedem einzelnen Menschen. Wir müssen uns für Gott entscheiden, um ins Himmelreich zu kommen. Das sollen wir weitertragen und Trost, Hilfe und Hoffnung abgeben.
Predigtbeitrag Bezirksevangelist Roland Blome
Dies ist ein bewegender, besonderer und letzter Gottesdienst in Hochdahl. Es wurde viel erlebt und es gibt sicherlich Wehmut an die positiven Erfahrungen und schöne Momente. Im Leben verändern sich die Prozesse und Umstände. Wir sind gefordert, einen guten Weg zu finden. Es gibt den Wind der Veränderung und die Frage ist, was tun wir? Bauen wir Mauern auf oder bauen wir Windmühlen. Wir benötigen Halt, stabile Werte und Elemente – das Himmelreich auf ewig bei dem Herrn. Nicht bei den Steinen gebunden bleiben! Manches ist anders, aber es geht immer weiter. Wichtig ist – Jesus Christus ist da!
Wir werden alle noch einen letzten Gemeindewechsel haben. Vor uns liegt die ganz große Gemeinde – das Himmelreich. Wir werden erstaunt und überrascht sein, wer dann alles dabei ist.
24. September 2024
Text:
Jürgen Taday
Fotos:
Jürgen Taday
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