Am Sonntag, 27. Juli 2025, besuchte Apostel René Follmann die Gemeinde Heiligenhaus. Zu diesem Gottesdienst hatte er die Bezirksleiter seines Apostelbereichs Nordost – mit ihren Ehefrauen sowie deren Stellvertreter – aus den Kirchenbezirken Bergisches Land, Hagen, Hamm, Iserlohn und Paderborn eingeladen. Bereits am Vortag hatten sich die Bezirksleiter und Stellvertreter zu einer Fortbildung mit dem Apostel getroffen. Mit der Einladung nach Heiligenhaus verband der Apostel auch den Wunsch, ihnen seine Heimatgemeinde vorzustellen. Auch die Gemeinde Leichlingen war zugeladen, da für sie eine Diakonin ordiniert wurde.
Ein Gottesdienst mit besonderer Zusammensetzung
Zu Beginn des Gottesdienstes ging Apostel Follmann auf die besondere Zusammensetzung der Gemeinde ein. Einige mögen sich gedacht haben: „Das haben wir doch noch nie so gemacht.“ Der Apostel nahm diese mögliche Reaktion auf und ermutigte die Gemeinde mit klaren Worten: „Man muss im Leben auch einmal über den Tellerrand schauen, einfach etwas Neues wagen. Es gilt, aus dem Alltagstrott des Glaubens herauszukommen, neue Facetten zu entdecken, offenzubleiben für Gott, nicht stehenzubleiben – und Gott immer wieder neu verstehen zu lernen.“
Glaube sichtbar leben
Apostel Follmann betonte, dass das Reich Gottes nicht nur eine zukünftige Hoffnung sei, sondern bereits jetzt mitten unter uns erfahrbar werde – dort, wo Liebe, Barmherzigkeit und Vergebung gelebt werden. Es gehe darum, das Wesen Jesu Christi im eigenen Verhalten widerzuspiegeln: im Umgang mit dem Nächsten, in der Bereitschaft zur Versöhnung und im Dienst an den Mitmenschen. „Wir dürfen Werkzeuge in der Hand des Herrn sein“, so der Apostel, „damit Menschen heute das Reich Gottes erkennen können.“ Gerade im Alltag biete sich immer wieder die Gelegenheit, göttliche Werte sichtbar werden zu lassen. Dabei sei es nicht entscheidend, große Dinge zu vollbringen, sondern in Treue und Liebe die kleinen Aufgaben zu erfüllen.
Erwartung prägt das Handeln
Ein weiteres zentrales Thema der Predigt war die Wiederkunft Christi. Die lebendige Erwartung dieses Ereignisses sei ein tragendes Element und Erkennungsmerkmal des neuapostolischen Glaubens. Sie motiviere dazu, im Glauben standhaft zu bleiben und in der Nachfolge Jesu auszuharren – trotz aller Herausforderungen des Lebens. Apostel Follmann rief dazu auf, diese Hoffnung mit anderen zu teilen und durch ein glaubwürdiges, von der Liebe Christi geprägtes Leben Zeugnis für das nahe Reich Gottes zu geben.
Apostel stellt einen Teil seiner Bezirksleiter und Stellvertreter vor
Im Rahmen des Gottesdienstes stellte Apostel Follmann einige seiner Bezirksleiter und Stellvertreter aus dem Arbeitsbereich vor. Damit möglichst viele einen Beitrag leisten konnten, bat er sie, jeweils nur einen geistlichen Gedanken kurz auszuführen.
Bezirksältester Thomas Fröhlich (Kirchenbezirk Iserlohn) nahm Bezug auf den Schriftzug an der Altarwand: „Maranatha – Unser Herr kommt.“ Im Reich Gottes, so Fröhlich, gelte nur eine Regel: Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten.
Bezirksevangelist Christoph Ewerling (Kirchenbezirk Paderborn) hob hervor, dass das „nahe Herbeikommen“ des Reiches Gottes sowohl eine zeitliche als auch eine räumliche Dimension habe. Wo wird das Reich Gottes spürbar? In jeder Gemeinde, sichtbar durch gelebte Liebe Gottes. Wer als Fremder eintrete, solle erkennen: „Hier wirkt ein anderer Geist.“
Bezirksältester Ralf Ermisch (Kirchenbezirk Hamm) erzählte von einem Erlebnis am Vortag: Jemand zeigte stolz ein Bild seines Enkelkindes auf dem Smartphone. Daraus leitete er die Frage ab: Sind wir als Gotteskinder ebenso bereit, voller Freude und Stolz von der Gemeinschaft in der Gemeinde zu berichten?
Bezirksevangelist Volker Lange (Kirchenbezirk Hagen) richtete den Blick auf die Schönheit der Schöpfung – Pflanzen, Tiere, sogar Kleinstlebewesen wie die Biene – könnten zum Staunen anregen. Er schloss mit der Frage: „Können wir heute noch über die Schönheit der Gemeinschaft in der Gemeinde staunen und uns dafür begeistern?“
Vorbereitung auf die Sündenvergebung und das Heiligen Abendmahl
Apostel Follmann bat Bischof Olaf Koch, die Gemeinde auf den sakramentalen Teil des Gottesdienstes vorzubereiten. In seinen Worten erinnerte der Bischof daran, dass das Reich Gottes, von dem im Gottesdienst bereits viel gesprochen wurde, eine intensive und ungetrübte Gemeinschaft mit Gott bedeutet – eine Gemeinschaft, die bereits in der Tischgemeinschaft des Heiligen Abendmahls erlebbar werde. Die Nähe dieses Reiches sei sowohl zeitlich – es ist nahe herbeigekommen – als auch räumlich – mitten unter uns – zu verstehen.
Mit Blick auf das bevorstehende Sakrament stellte Bischof Koch die geistliche Frage in den Raum: „Welche Ausstrahlung löst diese Begegnung mit dem Reich Gottes in uns aus?“ Eine Frage, die zur stillen Selbstprüfung und zur freudigen Erwartung auf die Begegnung mit Christus im Abendmahl einlud.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls erfolgte die Ordination.
Ordination einer Diakonin in der Gemeinde Leichlingen
Apostel Follmann verstärkte den Kreis der Geistlichen in der Gemeinde Leichlingen und ordinierte Heike Mantik zur Diakonin. In seiner Ansprache zur Ordination betonte er: „Jesus ruft laut zur Nachfolge, zur Mitarbeit und zum Dienst im Amt auf.“ Die betreffende Glaubensschwester habe schon vorher im Gebet das persönliche Gespräch mit Gott gesucht und schließlich die innere Gewissheit erhalten, sich als Werkzeug Gottes zur Verfügung zu stellen.
Ein Amt in der Kirche sei ein Ausdruck göttlicher Zuwendung – Gott komme durch Menschen zu Menschen, so der Apostel. An die neue Diakonin gewandt, sprach er ermutigende Worte: „Du bist nicht allein in deinem Amt und Auftrag. Dir stehen der Ämterkreis und die Gemeinde zur Seite. Darauf kannst du dich verlassen.“
Den Gottesdienst beendete der Apostel mit Gebet und dem dreifachen Segen.
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