Am Sonntag, dem 27. Juli 2025, hielt Priester Andreas Amthor aus Velbert-West den Gottesdienst in der Gemeinde Leverkusen. Grundlage war das Bibelwort aus Matthäus 10, Vers 7: „Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“
Der Dienstleiter richtete den Blick auf die geistliche Verantwortung jedes Einzelnen in der Gemeinde. Jesus sandte seine Jünger zuerst zu den „verlorenen Schafen Israels“. Dies sei auch ein Auftrag an uns, zunächst das nahe Umfeld im Blick zu haben und auf die Bedürfnisse der Glaubensgeschwister zu achten. Auch die seelischen „Krankheiten“ wie Zweifel, Einsamkeit oder Mutlosigkeit wurden angesprochen. Der Gottesdienst rief dazu auf, sich mit Barmherzigkeit, Demut und tätiger Liebe einzubringen – so werde das Himmelreich im Miteinander erfahrbar.
Mit Dank und Segen in die Schweiz
Im Anschluss verabschiedete Vorsteher Thorsten Uhlmann Priester Martin Molberg und seine Frau Christine, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz übersiedeln. In herzlichen Worten blickte er auf ihre vielen Jahre aktiven Mitwirkens in der Gemeinde zurück: Martin war seit seiner Priesterordination 2016 in vielfältiger Weise tätig – als Amtsträger, Dirigent, Sänger und Mitgestalter des Gemeindelebens. Christine engagierte sich ebenfalls mit großem Einsatz, unter anderem als Sängerin und langjährige Sonntagsschullehrerin.
Ein besonderer Moment der Verabschiedung war der Beitrag des Chores: Ein eigens von Bernd Großmann für diesen Anlass getextetes Lied, mit dem sich die Gemeinde musikalisch von Christine und Martin verabschiedete. Die humorvoll-herzlichen Zeilen thematisierten den Umzug nach Reinach (Schweiz)*, erinnerten an die gemeinsam verbrachte Zeit in Leverkusen und verbanden Segenswünsche mit einem liebevollen „Adieu und mach et jot!“. Das Lied rührte und erfreute gleichermaßen – ein musikalischer Gruß, der sicher lange in Erinnerung bleiben wird.
Als sichtbares Zeichen der Dankbarkeit und Erinnerung überreichte der Vorsteher ein besonderes Abschiedsgeschenk: eine Leverkusener Sonderedition eines bekannten Gesellschaftsspiels, bei dem es um den Erwerb von Straßen, das Bauen von Häusern und das geschickte Verhandeln geht. In dieser eigens gestalteten Version sind die Spielfelder mit vertrauten Straßennamen und Orten aus Leverkusen versehen – ein liebevoller Bezug zur Stadt, der bei jedem Spielzug Erinnerungen weckt. So bleibt Leverkusen auch am neuen Wohnort stets präsent – auf dem Spielbrett wie im Herzen.
Zudem erhielten die beiden eine individuell gestaltete Collage mit Bildern und persönlichen Gedanken aus der Gemeinde. Auch wenn nun eine räumliche Trennung bevorsteht, bleibt die geistliche Verbundenheit bestehen – in der gemeinsamen Hoffnung auf die Wiederkunft Christi.
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