Am 5. Februar 2025 feierte Apostel René Follmann den Wochengottesdienst in der Gemeinde Wuppertal-Hatzfeld. Im Mittelpunkt stand eine Episode aus dem Alten Testament: die Wüstenwanderung der Israeliten unter der Führung Moses. Die Gottesdienstbesucher hörten von der Unzufriedenheit des Volkes und den daraus resultierenden Herausforderungen. Ein besonderer Moment des Abends war die feierliche Amtseinsetzung: Erstmals wurde in der Gemeinde Hatzfeld eine Priesterin ordiniert.
Glaube in der Prüfung: eherne Schlange als Zeichen der Rettung
Apostel René Follmann predigte über 4. Mose 21,9 und vertiefte die Geschehnisse der Wüstenwanderung anhand der Bibellesung (4. Mose 21,4-9). Die Israeliten beklagten sich über die von Gott bereitgestellte Nahrung und sehnten sich nach Ägypten zurück. Ihr Murren blieb nicht folgenlos: Giftige Schlangen suchten das Lager heim und forderten Opfer.
In ihrer Not riefen die Israeliten zu Gott, und Mose bat um Erbarmen. Gott wies ihn an, eine eherne Schlange auf einer Stange zu errichten: Wer von einer Schlange gebissen wurde, und auf dieses Zeichen blickte, sollte gerettet werden. Diese göttliche Weisung stellte den Glauben des Volkes auf die Probe und eröffnete zugleich einen Weg zur Rettung.
Gläubiges Aufschauen führt zur Errettung
In seinem nächtlichen Gespräch mit dem Pharisäer Nikodemus verweist Jesus auf diese Begebenheit: „Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, ewiges Leben haben“ (Johannes 3,14-15).
Jesus stellt eine direkte Verbindung her: Wie die erhöhte Schlange den Israeliten Rettung brachte, so müsse auch der Menschensohn erhöht werden – gemeint ist das Kreuz, durch das Christus den Glaubenden ewiges Leben schenkt.
Glauben – Aufschauen – Nachfolgen
Die Israeliten mussten zur ehernen Schlange aufsehen, um körperlich gerettet zu werden – doch letztlich starben sie dennoch. Heute sind alle Menschen dazu aufgerufen, zu Jesus Christus, dem Gekreuzigten, aufzublicken, um ewiges Leben zu empfangen.
Dieses „Aufschauen“ bedeutet, an ihn zu glauben und das Kreuz als Heilszeichen zu erkennen. Denn Christus befreit den Menschen aus der Gefangenschaft der Sünde und Gottferne. Der Dreiklang aus Glauben – Aufschauen – Nachfolgen weist den Weg.
Erste Priesterin im Apostelbereich Nordost
Maike Sacher, die bereits im April 2023 als Diakonin für die Gemeinde Hatzfeld ordiniert worden war, wurde an diesem Abend in das Priesteramt eingesetzt. Vor der Amtshandlung erläuterte Apostel Follmann ihr die zusätzlichen Vollmachten des priesterlichen Dienstes: die Sündenvergebung, die Spendung der Sakramente, Taufe und Heiliges Abendmahl sowie Segenshandlungen zu besonderen Anlässen – darunter Verlobungen, der vorgeburtliche Segen und Hochzeitsjubiläen.
Er betonte dazu, mit diesen Vollmachten verantwortungsvoll umzugehen, und gab der neuen Priesterin einen zentralen Grundsatz mit auf den Weg: „Blicke nur auf Jesus.“ Aus dieser Haltung heraus und in Verbindung mit dem Apostelamt könne sich Gottes Segen in der Gemeinde entfalten.
Nach dem Gottesdienst gratulierten die anwesenden Gemeindemitglieder der neuen Priesterin herzlich und wünschten ihr viel Kraft und Freude für ihren Dienst.
Die zentrale Botschaft des Gottesdienstes lautete: Wir sehen auf Jesus Christus, den am Kreuz Erhöhten.
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