Der stellvertretende Gemeindevorsteher, Priester Michael Boldt, feierte den Gottesdienst am 25. Dezember mit der Gemeinde. Als Grundlage diente das Bibelwort aus Matthäus 1,23: "Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns."
Die Predigt des Priesters stand unter folgenden Überschriften:
Gott liebt seine Schöpfung
Zum einen den (=alle!) Menschen. Obwohl der Mensch Sünder ist, sandte Gott zu dessen Erlösung seinen eigenen Sohn auf die Erde.
Gott liebt dich
Auch, wenn du leidest: er liebt dich! Gott hat dich nicht vergessen oder gar bestraft! Er ist bei dir, auch wenn du dich alleingelassen fühlst. Er möchte all das Ungute, das Unvollkommene in dir verwandeln in Gutes, Vollkommenes. Lass es zu.
Gott hilft dir
Wie er Jesus auf der Erde geholfen hat, so hilft er auch dir in geistigen und auch in natürlichen Dingen, vielleicht nicht immer so, wie du dir das vorstellst. Gott hat nämlich einen anderen, ewigen Blick auf die Dinge.
Gott ist mit deinem Nächsten
Ein Priester der Gemeinde Langenberg, der bereits heimgegangen ist, hat früher oft das Gedicht erwähnt "Dein Bruder/deine Schwester (also auch dein Nächster!) ist so gut wie du!" Jesus kann dir auch im Nächsten begegnen. Behandle ihn so, wie du Jesus behandeln würdest.
Gott ist mit der Kirche
Auch wenn die Kirche als Institution nicht vollkommen ist, geschweige denn die Menschen, die die Kirche auch ausmachen: Christus ist in der Kirche anwesend, führt sie durch seine Apostel. Er verfolgt seinen Plan in seiner Kirche. Keine Verheißung Gottes ist bisher unerfüllt geblieben. Er führt seine Kirche und die, die darin sind, zum Ziel unseres Glaubens: der Hochzeit im Himmel. Bleiben wir an Jesu Hand. Er verlässt uns nicht.
Gott ist in uns
Der Heilige Geist ist in uns hineingelegt durch einen lebenden Apostel. Gebt diesem Heiligen Geist, so die Aufforderung von Priester Boldt, täglich mehr Raum in euch.
Brücken statt Mauern
In seinem Predigtbeitrag erwähnte Priester Bernhardt Plötz eine Geschichte (Quelle unbekannt). Ein Vater und dessen Sohn hatten sich vollkommen zerstritten. Man redete nicht mehr miteinander. Im Gegenteil: zwischen dem Grundstück des Sohnes und dem des Vaters verlief ein kleiner Bach, der die Grundstücke trennte. Dieser Bach war damit ein natürliches Hindernis, so dass man sich nicht begegnen musste. Eines Tages kam ein Mann, der Arbeit suchte, zum Sohn. Der Sohn hatte auch Arbeit für ihn. Er sagte: "Vor einiger Zeit hat mich mein Vater sehr beleidigt. Wir reden nicht mehr miteinander. Er wohnt auf der anderen Seite des Bachs. Ich möchte ihn nicht mehr sehen. Bauen Sie bitte aus dem großen Steinhaufen, der sich auf meinem Grundstück befindet, eine hohe Mauer. Der Mann verstand und der Sohn ging zwei Wochen auf Reise. Als der Sohn zurückkam, traute er seinen Augen nicht: statt einer Mauer hatte der Fremde eine Brücke über den Bach gebaut. Als der Vater sah, wie sein Sohn zurückkam, lief der Vater über die Brücke, nahm seine Sohn in den Arm und bat um Verzeihung. Beide feierten ihre Versöhnung. Den Fremden baten sie zu bleiben. Doch dieser lehnte ab mit den Worten:
"Gerne würde ich bleiben, aber ich habe anderswo noch viele Brücken zu bauen."
Die Weihnachtsbotschaft des Gottesdienstes
Wir preisen die Liebe Gottes.
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